Neue Scoutingergebnisse von Felix Magath

Die Brasilianer-Verschwörung

»Ein Brasilianer spielt wohl lieber einen Brasilianer an«, motzte Felix Magath jüngst nach einem ausführlichen Videostudium der 0:4-Pleite gegen Hannover. Wir haben noch mehr exklusive Erkenntnisse aus dieser Analyse-Session am Hügel der Qualen.

Faule Profis, Krise bei Huntelaar

Es ist zum Mäusemelken, da kauft Felix Magath sich schon den internationalsten Wolfsburg-Kader aller Zeiten zusammen und trotzdem haben seine Jungs keinen Bock auf Multikulti. So soll vor allem die Brasilianer-Fraktion (Diego, Naldo, Josue, Fagner, Felipe) ihr eigenes Süppchen kochen und auf dem Feld eher den eigenen Landsmann suchen, anstatt einen besser postieren Nicht-Sambakicker. »Das mag menschlich verständlich sein«, kommentierte der Meistereinkäufer die Erkenntnisse einer ausführlichen Videoanalyse und ergänzte: »Aber es führt zu Spielverlusten.« Das ist natürlich blöd. Doch diese Erkenntnis war längst nicht die einzige, die Magath und sein Analyse-Team aus der mehrstündigen Sitzung mitnahmen. 11FREUNDE liegen weitere Ergebnisse exklusiv vor, die zeigen, dass in Wolfsburg längst noch nicht alles auf Champions-League-Niveau abläuft. Hier ein kleiner Auszug:

1. Zu viele Spieler nehmen sich eine Auszeit
Beim genauen Hinsehen fiel dem Wolfsburger Trainerteam auf: Zahlreiche Spieler im Kader nehmen sich ausgerechnet während eines Bundesligaspiels eine Auszeit. Sie legen die Beine hoch, lassen Fünfe gerade sein, lassen den Bimmbamm baumeln, lassen also mitunter die nötige Konzentration für das Projekt Champions League vermissen. Ein unfassbarer Zustand für den Disziplinfanatiker Magath, der die Spieler mit neuester HD-Video-Technik (unter anderem auch in Dortmund eingesetzt) entlarvte. Und wo trieben sie sich rum, während die Kollegen unten auf dem Rasen eine Tracht Prügel im Derby kassierten? Auf der Tribüne! Ein Skandal, den Magath sofort beheben will. Sein Plan: Er kauft noch zwölf neue Supertalente aus Litauen, Äquatorial-Guinea und Taiwan und gründet eine neue Mannschaft. Der Antrag für die sofortig Eingliederung in die erste Liga steht bereits. Die Zeiten des Faulenzens sind in Wolfsburg endgültig vorbei.

2. Jiracek wirkungslos
Es war die Enttäuschung des Spieltags. Auch Petr Jiracek konnte dem blutleeren Auftritt des VfL kein neues Leben einhauchen. Nun gut, der Tscheche spielt mittlerweile beim HSV, aber macht er sich da nicht ein bisschen einfach mit seiner Ausrede? Magath füllt bereits neuen Beton in die Medizinbälle. Sein Motto: Schweiß ist, wenn Muskeln weinen.

3. Die Jugend will einfach nicht
Magath ist die Anti-These zum derzeitigen Liga-Trend, auch mal dem eigenen Nachwuchs eine Chance zu geben. In Hannover bekam sein Plan der konsequenten Nicht-Beachtung hoffnungsvoller Talente neues Feuer. Zwar setzte er zu Beginn der zweiten Hälfte den 20-jährigen Robin Knoche ein, doch der Mittelfeldmann dankte es ihm nicht. Nach einem lustlosen Auftritt holte er sich in der Manier eines abgekochten Profis schnell die Gelb-Rote Karte ab. Nach 20 Minuten Einsatzzeit! Ganz klar: Knoche schielte nur auf die Einsatzprämie, wollte dafür aber keinen Finger krumm machen. Auch die anschließenden Tränen waren reine Maskerade. Magath soll bereits mehrere Millionen beim Finanz-Vorstand eingefordert haben, um die gesamte Jugendabteilung mit 32-jährigen Legionären zu besetzen.

4. Was ist los mit Huntelaar?
Es war der Coup des Sommers und von langer Hand geplant. Nachdem Felix Magath bereits vor Jahren beim FC Schalke einen völlig unbekannten holländischen Stürmer als Megastar Klaas-Jan Huntelaar anpries, spielte das Ruhrgebiet verrückt. Keiner merkte, dass es sich dabei um einen gewissen Bas Dost handelte, der in der niederländischen Erendivisie gemeinhin als Eintagsfliege bekannt war. Dummerweise entwickelte sich der Stürmer in Königsblau zu einem der besten Stürmer Europas. Jetzt holte Magath den wahren Klaas-Jan Huntelaar zum VfL Wolfsburg und nannte ihn, um das Verwirrspiel endgültig perfekt zu machen, Bas Dost. Doch nun entpuppt sich Bas-Jan Huntedost (oder hieß er Luuk de Jong?) als etwas zu behäbig für den flotten Wolfsburger Spielstil. Was ist nur mit ihm los? Einzelgespräche am Mount Magath sind bereits geplant!

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