Nach Luisao vs. Fischer: Schiedsrichter und Knockouts

Noch so´n Spruch, Kieferbruch!

Das Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Benfica Lissabon musste abgebrochen werden – weil Benficas Luisao Schiri Christian Fischer K.o. checkte. Fünf weitere Geschichten über Schiedsrichter und Knockouts!

1.
Ein Spiel der A-Klasse zwischen dem SV Veitshöchheim und dem SV 09 Würzburg endete 1974 mit einem Eklat. Nach einem rüden Foul des Würzburger Spielführers Heinz M. (»Bild«: »Ein kräftiger Maurer«) an einem gegnerischen Verteidiger, zufällig der Sohn des leitenden Schiedsrichters Hans N., kam es zum folgenreichen Dialog zwischen Schiri und Stürmer. Schiri: »Sie müssen vom Platz!« Stürmer: »Was, ich?« Gefolgt von zwei zielgenauen Kinnhaken des mauernden Kapitäns. Schiri N. ging K.o.. Spieler M. wurde vom DFB zwei Jahre gesperrt und erhielt zusätzlich eine halbjährige Haftstrafe – die immerhin auf Bewährung.

2.
Tragische Folgen hatte der Zusammenstoß zwischen Dieter L., einem Stürmer der »Betriebsmannschaft Bauunternehmen Klug« und dem Schiedsrichter während einer Partie gegen die »Betriebsmannschaft Maschinenfabrik Reinhausen«. Als L. in der 50. Minute den vermeintlichen 2:2-Ausgleich erzielte, pfiff Schiedsrichter K., ein Augenoptiker, das Tor wegen Abseitsstellung zurück. Was wiederum L. nicht behagte. Erst beschimpfte er den Optiker (»Du blöde Sau!«), dann würgte er ihn, schließlich schlug er den armen Mann K.o.. Das Spiel wurde abgebrochen, L. der Spielerpass entzogen. Im »Stern« erschien 1977 eine Geschichte über diesen Vorfall – denn L. hatte sich daraufhin im heimischen Wohnzimmer erhängt.

3.
Schiedsrichter Werner Burgers hatte es nicht so gemeint. Reiner Hollmann konnte sich dafür auch nichts kaufen. Nachdem Burgers im Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Kaiserslautern einen strittigen Elfmeter für die Lauterer gegeben hatte, stürzte sich der Braunschweiger Spielermob auf den Schiri, der wollte nur noch weg, und erwischte bei seiner Flucht besagten Hollmann mit dem Ellenbogen am Hals. Hollmann ging K.o.. Braunschweigs Neuling Paul Breitner, gerade erst aus Spanien zurück in die Bundesliga gewechselt, maulte anschließend medienwirksam: »Ich wusste nicht, dass in Deutschland die Schiedsrichter Spieler K.o. schlagen dürfen.«

4.
1987 geriet ein Jugendspiel im Landkreis Regensburg dermaßen außer Kontrolle, dass die Partie unter Fausthieben beendet werden musste. Was war passiert? Einer der Spieler hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff das 2:2 erzielt, der Schiedsrichter, auch er Vater des Sportlers, gab den Treffer zunächst nicht. Und dann doch. Was ein Zuschauer so sehr erzürnte, dass er auf den Platz stürmte und den Schiedsrichter beschimpfte. Der glaubte sich nicht anders zu schützen – und schlug seinem Gegenüber die Lichter aus. Folge: Kieferbruch. Die Regensburger Richter verdonnerten den Unparteiischen zur Zahlung der Krankenhauskosten.

5.
Manchmal muss es keine Faust sein. Im österreichischen Meisterschaftsspiel zwischen First Vienna FC gegen die SG Wolfsberger AC/St. Andrä (was für ein Name!) ließ Spieler Mathias Berchtold mal einen wachsen – und schoss Schiedsrichter Bernd Hirschbichler einfach K.o.. Erst nach einer minutenlangen Aufwachphase sah sich Hirschbichler im Stande, das Spiel zu Ende zu pfeifen.

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