Nach Gladbachs Fehlstart in der Bundesliga

Suche nach der eigenen Mitte

Vor der Saison wurde Borussia Mönchengladbach als Geheimfavorit auf den Titel gehandelt. Dann aber legte das Team einen Fehlstart hin. Wie geht der Verein damit um?

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Die Spieler von Borussia Mönchengladbach erleben gerade eine Phase der Extreme. Mal sind sie die Schärfsten überhaupt, mal die totalen Deppen: So geht das gerade im Viertagesrhythmus.

Nach dem 0:4 zum Auftakt der Bundesliga-Saison bei Borussia Dortmund durften die Gladbacher unter der Woche als Stargäste der Premiere eines Films beiwohnen, der sich ihrem wundersamen Aufschwung vom Abstiegskandidaten zum Champions-League-Teilnehmer widmet. Wiederum nur vier Tage später verloren sie auch ihr zweites Saisonspiel und stürzten durch die 1:2-Heimniederlage gegen Mainz auf den letzten Tabellenplatz.

»Wir werden uns nicht für die Champions League abmelden«

Der nächste Ausschlag nach oben wird allerdings nicht lange auf sich warten lassen. Am Donnerstag werden – ein Höhepunkt für alle Gladbach-Fans – die Vorrundengruppen für die Champions League ausgelost, und Max Eberl, Borussias Sportdirektor, hat sicherheitshalber noch einmal klargestellt: »Wir werden uns nicht für die Champions League abmelden.«

Die Gladbacher tun sich momentan schwer, die eigene Mitte zu finden. Zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren sind sie wieder Letzter der Fußball-Bundesliga. Doch die Fallhöhe ist inzwischen eine andere. In drei der vergangenen vier Jahre hat sich der Klub für den Europapokal qualifiziert, nach Platz drei in der Vorsaison galt er manchen sogar schon als seriöser Konkurrent für die Bayern.

Sportdirektor Eberl hat solche Prognosen immer für realitätsfern gehalten und auch für diese Saison wieder einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben; trotzdem gibt er zu: »Wir haben uns nicht vorgestellt, mit null Punkten zu starten.«

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