Nach Farfans Monstersolo: Die besten Alleingänge aller Zeiten

Lauf, Jefferson, lauf!

Es ist der ultimative Traum jedes Fußballers: Einmal mit dem Ball am Fuß über das Feld hetzen, Freund und Feind stehen lassen und sein Solo mit einem Tor küren. Hier sind die Vorbilder: Best, Messi, Al-Owarain und Co. Die besten Solos aller Zeiten. Nach Farfans Monstersolo: Die besten Alleingänge aller Zeiten

1. Ronaldo gegen SD Compostela
Da hilft kein Reißen und kein Zerren. Der blutjunge Ronaldo Luís Nazário de Lima fegt wie ein Wirbelsturm durch die Defensive von SD Compostela. Nachdem er sich selbst den Ball im Mittelfeld stiebitzt hat, versucht ihn zwar eine halbe Fremdenlegion zu stoppen, scheitert aber kläglich. Ronaldo wankt, trippelt, strauchelt, stürzt aber nicht. Am Ende müllert er den Ball im Fallen rein. Wahnsinn.


2. Lionel Messi/ Diego Maradona gegen alle
Viele hielten Maradonas Wundersolo bei der WM 1986 für schlichtweg einzigartig. Lionel Messi bewies 21 Jahre später in einem Spiel gegen den FC Getafe, dass er in der Lage ist, eine nahezu perfekte Kopie des Maradona-Alleingangs hinzulegen.



3. Said Al-Owarain gegen Belgien
Es war das wohl schönste Tor bei der WM 1994 in den USA. Saudi-Arabiens Said Al-Owarain nimmt es mit ganz Belgien auf und spurtet in seinem viel zu großen Trikot über das gesamte Feld. Unweigerlich kommt einem der Gassenhauer von Queen in den Sinn: »Don't stop me now«.




4. Zlatan Ibrahimovic gegen NAC Breda
Man kann es schon fast arrogant nennen, wie Ajax-Angreifer Zlatan Ibrahimovic hier mit seinen hoffnungslos überforderten Gegenspieler umgeht. Er tanzt sie allesamt auf dem berühmten Bierdeckel aus, wackelt ein bisschen mit dem Popo und hat dann noch die Ruhe, dem Torwart von NAC Breda gehörig den Tag zu versauen. Frech.


5. Thierry Henry gegen Inter Mailand

Dass Thierry Henry einst einer der schnellsten Fußballer auf diesem Planeten war, ist weitläufig bekannt. Wie explosiv sein Antritt wirklich war, demonstrierte er im Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand auf erbarmungslose Art und Weise. Besonders gemein: Er scheint regelrecht auf den bemitleidenswerten Javier Zanetti zu warten, den er dann im Sechzehner noch einmal mächtig düpiert.


6. George Weah gegen Hellas Verona

Liberias bester Fußballexport setzte sich spätestens im Spiel gegen Hellas Verona ein Denkmal in Mailand. Mit einem Solo aus dem eigenen Fünfmeterraum beweist Weah, warum er wenig später zurecht zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde.



7. Steve McManaman gegen Coventry

Kaum zu glauben, aber Steve McManaman hat wirklich einmal bei Real Madrid gespielt. Warum die Königlichen einst ein Auge auf das Lockenwunder aus dem englischen Örtchen Bootle geworfen haben, zeigt dieser wunderbare Sololauf im Trikot des FC Liverpool.



8. Oktay gegen Belgien
Der Spieler Oktay Derelioğlu ist hierzulande kaum ein Begriff, entlang des Bosporus bekommen Fußballfans beim Klang seines Namens aber noch heute Herzrasen. Schließlich war Oktay einst die große Hoffnung auf bessere Zeiten im türkischen Fußball, galt er eine Zeit lang doch als größtes Sturmtalent Europas. Der Selbstmord seiner Frau warf den Superdribbler allerdings aus der Bahn, in der Folge konnte er nie mehr an die Leistungen anknüpfen, die sein Supersolo gegen Belgien einst prophezeite.



9. George Best gegen die Fort Lauderdale Strikers

Ja, die amerikanische Profifußball-Meisterschaft in den siebziger Jahren war eine absolute Operettenliga, in der sich alternde Stars ein goldenes Näschen verdient haben. Und ja, George Best war selbst mit drei Promille noch ein absolut überragender Fußballer. Was passiert, wenn man diese beiden unverrückbaren Größen miteinander kombiniert, zeigt Bests Traumtor gegen die überforderten Fort Lauderdale Strikers.



10. Alexander Mostovoi gegen ZSKA Moskau

Warum der »Zar« Alexander Mostovoi in seiner russischen Heimat als Volksheld gefeiert wird, bei Racing Straßburg zum Fußballer des Jahrhunderts gewählt wurde und bei Celta Vigo zumindest heilig ist, deutet er mit diesem perfekten Strafraumdribbling aus jüngeren Jahren an. Besonders schön: Die doppelte Luftgrätschte seiner Gegenspieler, die in ihrem Bewegungsablauf stark an die Anfänge des Breakdance erinnern. Freeeeeze, Motherfucker. 


11. Ryan Giggs gegen Arsenal

Spätestens nach diesem Jahrhundersolo gegen Arsenal London musste sich Ryan Giggs keine Sorgen mehr um unbezahlte Pubrechnungen im Großraum Manchester machen. Das Traumtor gegen den Erzfeind dürfte ihm lebenslange Frei-Pints garantiert haben. 


12. Jay-Jay Okocha gegen Karlsruher SC

Oft gesehen, niemals übertroffen. Beim Tor von Jay-Jay Okocha weiß man nie so genau, was legendärer ist: Der Tanz des Nigerianers mit Olli Kahn selbst oder der Kommentar von Sat.1-Mann Jörg Dahlmann. Entscheidet selbst.

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