10.08.2012

Nach dem Wechsel von Joselu zur TSG Hoffenheim

Das Jugendversprechen

Die TSG Hoffenheim hat Joselu von Real Madrid verpflichtet. Es ist der nächste Transfer, der so gar nicht zu Dietmar Hopps Jugendplänen passen will. Der Mäzen trat einst an, einen eigenen Superstar in der Bundesliga herauszubringen. Es scheint, als wären die Hoffenheimer verdammt, daran zu scheitern. 

Text:
Christoph Erbelding
Bild:
Imago

Der Vollzug ließ auf sich warten, doch als kaum noch jemand damit rechnete, fuhr Markus Babbel den Deal in die Garage. Knapp sechs Millionen Euro musste die TSG Hoffenheim letztlich aufbringen, um sich die Dienste von Joselu zu sichern. Ein Spanier spielt demnächst im Kraichgau, ein 22-Jähriger, geboren in Stuttgart, bisher bei Real Madrid unter Vertrag. Von der ersten Real-Garde war Joselu weit weg. Hoffenheim machte dennoch Millionen locker. Warum? »Er hat seine Klasse bei Real Madrid unter Beweis gestellt. Er ist auch noch jung und hat eine Menge Potential. Er passt hervorragend nach Hoffenheim und in diese Mannschaft«, sagt Markus Babbel und klingt, als hätte er ein echtes Juwel an Land gezogen.



Von Dietmar Hopp findet sich keine Aussage zu Joselu, der TSG-Mäzen ist es letztlich, der den Transfer finanziert, er wird sich mit ihm zumindest angefreundet haben. Zu dem, was Hopp einst propagierte, passt ein Neuzugang von Real Madrid II allerdings nicht. »Ich habe die Hoffnung, dass wir selbst einen Superstar kreieren«, sagte er im August 2008, als die TSG gerade vor ihrem ersten Bundesliga-Spiel stand. Die Hoffenheimer Jugendarbeit sollte zum Aushängeschild werden. Diesem Projekt gilt seit Jahren Hopps Enthusiasmus. Und völlig erfolglos verlief die Entwicklung nicht: B-Jugendmeister 2007/08, DFB-Pokalsieger bei den A-Junioren 2009/10. Sind die Talente alt genug, gehen sie über in die U23, die sich in der Regionalliga in der Spitzengruppe bewegt. Hier tragen Hopps Forderungen Früchte. Nur hier.

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