24.02.2014

Nach dem Rekord von Nürnberg: Elfmeter aus der Hölle

Voll Pfosten

Drei verschossene Elfmeter in einem Spiel – das hat es in 50 Jahren Bundesliga noch nie gegeben. Würdige Titelträger des Rekords sind seit diesem Wochenende der 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig. Zur Feier des Tages zeigen wir die schlimmsten Elfmeter-Versuche der vergangenen Jahre.

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Neymar
Hätte der Tscheche Antonin Panenka geahnt, wie viele Fußballer seinen legendären Elfmeter aus dem EM-Finale 1976 gegen Deutschland nachäffen würden, er hätte es sich vielleicht noch einmal überlegt und den Ball ganz konservativ ins Netz geschoben. Denn geht so ein »Panenka« erstmal schief, braucht man für den Spott nicht mehr zu sorgen. Wie einst Brasiliens Superstar Neymar, damals noch in Diensten des FC Santos. Dessen Talent reicht wahrscheinlich dazu aus, den Ball mit purer Willenskraft in den Winkel zu zirkeln, aber Neymar versuchte es eben auf die butterweiche Tour – und versagte.



William
Wobei: Es gibt sogar noch eine lässigere Variante des Elfmeter-Triumphes: Sich nicht mal die Mühe machen, den Ball anzuchippen, sondern einfach lustlos aufs Tor zurollen lassen. Quasi die »Butter-steht-seit-einer-Stunde-auf-der-Heizung«-weiche Variante. Botafogos William versuchte sich in dieser Disziplin. Als letzter Schütze im Elfmeterschießen. Und scheiterte grandios. Anschließend soll der arme Kerl sogar so geknickt gewesen sein, dass er sich gar nicht freuen konnte, als seine Mannschaft das Spiel trotzdem noch gewann. Unser Beileid.



Robert Pires
Der »Panenka« ist übrigens nicht die einzige Kunstform am Punkt, die zu Ehren eines großen Könners regelmäßig von nachfolgenden Generationen wiederholt wird. 1982 sorgte Johan Cruyff, bekanntlich ein Genie, für Irritationen, als er einen Elfmeter einfach zur Seite ablegte und den anschließenden Rückpass von Mitspieler Jesper Olsen ins Tor schob.



Bis dahin war den meisten Fußballern vermutlich noch nicht mal bewusst, dass diese Variante regelkonform ist. Viele Jahre später wollte Arsenals Robert Pires dieses Tor nachstellen und wählte sich dafür ein anderes Genie der Fußballgeschichte aus: seinen Mitspieler Thierry Henry. Doch irgendetwas muss bei der Kommunikation zwischen Pires und Henry schief gegangen sein. Anders ist dieser Elfmeter nicht zu erklären.

 
 
 
 
 
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