10.02.2014

Monaco gegen PSG in der 11FREUNDE-Analyse

Zlatan ausgepresst

Es war das Duell Geld vs. sehr viel Geld: Das Spitzenspiel der französischen Ligue 1 zwischen Monaco und Paris St. Germain endete mit einem Unentschieden. Unsere Taktikanalyse dröselt die entscheidenden Momente der Partie auf.

Text:
Tobias Escher
Bild:
imago

Ob Geld tatsächlich die Welt reagiert, darüber kann man streiten. Fest steht aber: Geld regiert die französische Liga. Die Tabelle wird angeführt von Paris St. Germain, die in den vergangenen Jahren das Geld katarischer Ölscheichs ausgaben. Auf dem zweiten Rang folgt der AS Monaco, der zu zwei Dritteln einem russischen Milliardär gehört. Im Spitzenspiel der französischen Ligue 1 standen sich dementsprechend zwei Teams gegenüber, die mit Stars gespickt waren.

Paris dominiert zu Beginn

Den besseren Start erwischte Paris. Die Mannschaft von Laurent Blanc setzte auf das langatmige Ballbesitzspiel, für das sie bekannt ist (durchschnittlicher Ballbesitz: 64 Prozent – im europäischen Vergleich haben nur die Bayern, 70%, und Barcelona, 67%, höhere Werte). Die Ballzirkulation von Paris findet im Gegensatz zu den anderen beiden Klubs vornehmlich in der hintersten Reihe statt.

Marco Verratti ließ sich auch gegen Monaco von der halbrechten Achterposition aus fallen, um das Spiel aufzubauen. Blaise Matuidi stieß auf der gegenüberliegenden Seite nach vorne, sodass eine leichte Asymmetrie entstand – insgesamt 46% der Pariser Angriffe liefen über die linke Seite. Das frühe Führungstor erzielten sie jedoch nach einer Ecke von rechts. Alex köpfte die Flanke weiter zu Javier Pastore, was Monacos Raumdeckung aushebelte (8.).

Monaco findet ins Spiel

Nach dem Treffer konnte Paris noch einige Zeit die Dominanz wahren, nach 20 Minuten hatten sie knapp 70% Ballbesitz. Danach fand Monaco ins Spiel. Sie setzten auf ein klassisches 4-4-2-System. Sie interpretierten dieses System jedoch nicht starr, sondern schufen durch die Bewegungen ihrer Spieler immer wieder Überzahlmomente in allen Bereichen des Feldes. Im Mittelfeld stieß Moutinho vor, der linke Außenstürmer Oscampos war überall auf dem Platz zu finden. Gegen die raumorientierte 4-1-4-1-Verteidigung von Paris konnte Monaco mit den schnellen Kombinationen Überzahlen schaffen, der Pass in den Sechzehner scheiterte jedoch immer wieder an den Pariser Innenverteidigern.

 
 
 
 
 
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