Mexikanische Nationalspieler positiv getestet

Du bist, was du isst

Fünf mexikanische Nationalspieler wurden beim Gold-Cup in den USA positiv auf Clenbuterol getestet, ein Kälbermastmittel. Sie reihen sich ein in die Galerie kurioser Dopingfälle. Guillermo Ochoa und Co. aßen wahrscheinlich belastetes Steak. Mexikanische Nationalspieler positiv getestet

Ein gutes Steak kann, das wusste schon Homer Simpson, den kulinarische Himmel auf Erden bedeuten. Wenn das Messer durch die feine Röte eines Entrecôte Château schneidet oder auf den Zacken der Gabel 500 Gramm T-Bone klemmen, ist das vegetarische Gewissen ganz weit weg. Nicht nur das vegetarische, sondern auch das Gewissen von Profisportlern haben ganz offensichtlich Guillermo Ochoa, Francisco Javier Rodríguez, Edgar Dueñas, Antonio Naelson und Christian Bermúdez abgestellt. Bei den mexikanischen Nationalspielern obsiegte die Fleischlust über Vernunft.

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Erst im April hatte die deutsche Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) ihre Warnung vor unbedachtem Fleischverzehr von China auf Mexiko ausgeweitet. Die Gesundheitsbehörde des mittelamerikanischen Landes nahm diesen Ball auf und ließ verkünden, man wisse um das Clenbuterol-Problem. Weil in Guadalajara im Oktober die Panamerikanischen Spiele ausgerichtet werden, müsse die Verpflegung der Athleten mit besonderer Sorgfalt getestet werden. Die Ausrichter dürfen frohlocken: Noch hat es keinen Teilnehmer erwischt. Dafür ist nun aber eben die mexikanische Fußballauswahl arg dezimiert. Ochoa und seine vier Kollegen müssen dem Gold-Cup den Rücken kehren und aus den USA abreisen. Sie bleiben suspendiert, bis ein endgültiges Urteil gesprochen ist.

Schuldig bis zum Beweis der Unschuld

Zurück in Mexiko, sollten sich die feisten Fünf beeilen, ihren Fleischkonsum der letzten Wochen zu archivieren. Detektivische Arbeit ist gefragt. Sie sollten zügig die Restaurants listen. Lieferantenwege nachzeichnen. Schlachtbetriebe besuchen. Die Rinderfarmen anfahren und da, am Quell allen Übels, das Vieh beschlagnahmen. Für sie gilt jetzt bis zum Beweis der Unschuld die Vermutung der Schuld. Und die könnte das mexikanische Team beim Gold-Cup teuer zu stehen kommen: Die CONCACAF berät derzeit eine Umwertung des 5:0-Sieges gegen El Salvador, weil Torwart Ochoa und Verteidiger Rodríguez beim Auftakt auf dem Rasen standen. Die Zeit drängt.

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