Meine Lieblingsrandsportart (5): Fettwerden

Ja zur Wampe!

Winterpause? Kein Fußball? Das passte Dirk Gieselmann (Abbildung ähnlich) gut in den Kram. Sein Vorsatz für 2016: Fett werden. Das Ziel: An Frauen rankommen. Als er sah, was dann geschah, musste er weinen.

imago

Warum dürfen Vorsätze fürs neue Jahr nicht auch mal Spaß machen? Warum nehmen wir uns nicht ausnahmsweise vor, noch mehr statt weniger zu rauchen, länger zu schlafen, statt früher aufzustehen, die Süßigkeitenindustrie boomen zu lassen, statt sie zu ruinieren?

Lasst uns 2016 doch mit weniger Selbstkasteiung begehen, liebe Freunde, mit weniger Selbstverachtung, mit einem großen Ja zum Genuss und zu uns selbst, so wie wir sind und es mit uns bergab geht. Wetten, dass wir nettere Menschen werden, wenn wir nicht morgens um fünf schreiend durch den Wald rennen, weil Joey Kelly es uns befohlen hat? 

Mein Vorsatz für 2016 lautete also: Ich will endgültig fett werden. No sports. Winterpause, ich komme!

Diesen bahnbrechenden Plan fasste ich bereits in der Vorweihnachtszeit, kurz vor einem Konzert im Berliner Kammermusiksaal. Neben mir im Aufzug stand ein Mann im Schlafanzug, mit einer wunderbaren Wampe, die bei ihm schon knapp unter den Schlüsselbeinen ansetzte und sich in einem fulminanten Bogen bis zur Gürtellinie wölbte, mit dem Bart und der Frisur eines Schiffbrüchigen – aber mit einer Aura, die so groß war, dass ich befürchtete, die auf dem Schild angegebene Höchstzahl von acht Personen könnte nicht ausreichen, obwohl sich in dem Fahrstuhl ja nur er, seine Aura und ich befanden. Ich musste ihn die ganze Zeit angucken. Er aber nahm mich nicht einmal wahr, schnipste bloß Krümel von seinem Schlafanzug. Ein Krümel traf mich, und ich fühlte mich irgendwie geehrt.

Dieser Mann war Julian Schnabel, Maler, Regisseur und sozusagen Heidi Klums Schwiegervater.




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