Meine Lieblingsfrisur – Danijel Ljuboja

Die Enttäuschung

In unserer Serie »Meine Lieblingsfrisur« bekennt sich Jens Kirschneck heute zu Danijel Ljuboja. Weniger aus Verzückung, mehr als Bewunderung für so viel Ehrlichkeit zu einem nicht eingelösten Versprechen.

imago

Was der Träger eines sogenannten Irokesenschnitts der Welt damit mitteilen will, wissen wir spätestens seit Travis Bickle in »Taxi Driver« und allerspätestens seit der Punkbewegung der späten Siebziger. Nämlich ungefähr dies: »Ihr könnt mich alle mal! Leckt mich! Das Gesetz bin ich!«

Eine interessante Haltung für Teilnehmer eines Mannschaftssports, was vielleicht auch ein Grund dafür ist, dass sich der »Iro« im Fußball lange nicht durchgesetzt hat. Das änderte sich erst mit David Beckham und seiner »Du-darfst-Variante« dieser Frisur, bei der statt mit Tapetenkleister und Autolack eher mit dezenter Schraffur und Farbeffekten gearbeitet wurde. Das nannte sich dann nicht mehr Rebellentum, sondern Lifestyle.


(Quelle: Imago)

Sagen wir mal so: Beckham durfte das, denn er war ein prima Fußballer und überdies ein mannschaftsdienlicher Mitspieler. Doch je mehr es einem Kicker an spielerischer Klasse und sozialer Kompetenz mangelt, desto entlarvender wird das Spiel mit der vermeintlichen Exzentrik.

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