Mein Highlight 2011: Wayne Rooney bekommt neue Frisur

»Trag aber bitte kein Haarband!«

Nicht mehr lange und 2011 ist Geschichte. Zeit für uns, euch die persönlichen Favoriten des abgelaufenen Fußball-Jahres vorzustellen. Heute: Tim Jürgens über die neue Frisur von Manchester-Superstar Wayne Rooney! Mein Highlight 2011: Wayne Rooney bekommt neue Frisur

Als vom Schicksal Gebeutelter und nicht zuletzt deshalb überzeugter Haarkranzträger traf mich die Nachricht bis ins Mark: Wayne Rooney, bislang weniger als sanfter Pfau denn als uneitler Maulwurf bekannt, hat sich einer Haartransplantation unterzogen.

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Vor vielen Jahren machte ich ein Interview mit einem sehr bekannten Schönheitschirurgen. Er bot an, mir kostenfrei Haare einzupflanzen, wenn ich darüber einen Artikel verfassen würde. Der Professor witzelte: »Junger Mann, das einzig Annehmbare in ihrem Gesicht, ist ihr Kinn. Eine Frisur würde ihnen etwas mehr Charakter verleihen.«

Wie würden meine Kollegen auf ein Minipli reagieren?

Er kam mir ein bisschen vor wie Dr. Frankenstein, auch wenn seine Klinik in Süddeutschland über weltweites Renomée verfügt. Ich versuchte mir vorzustellen, wie meine Kollegen reagieren, wenn ich eines Tages mit einem Minipli ins Büro käme, musste laut lachen und lehnte das Angebot dankend ab.

Rooneys Kollegen haben entspannt reagiert. Rio Ferdinand befahl ihm: »Trag aber bitte kein Haarband!« Rooney konterte: »Kann mir jemand ein gutes Haargel empfehlen.«

Horst Köppel trug Toupet – weil es ein Werbekunde so wollte

Da fällt mir ein, dass Guido Buchwald vor Jahren als Trainer in Aachen zur Lachnummer bei seinen Profis avancierte, weil er im schwäbischen Idiom mit Falsettstimme durch die Alemannia-Umkleide rief: »Hat jemand einen Fön dabei?« Und Horst Köppel trug auch nur kurz mal Toupet – weil es ein Werbekunde erwartete.

Dass nun ausgerechnet im Mutterland des »Kick & Rush« die Schönheitschirurgie unter Profis um sich greift, ist ein Schock. Doch das Kaschieren der Stirnglatze hat in Nordengland Tradition. ManUnited-Ikone Bobby Charlton versuchte in den Sechzigern seinen Haarausfall zu verstecken, indem er den Restschopf an den Seiten lang wachsen ließ und über die kahlen Stellen kämmte. Dieser Stil ist in Britannien bis heute als »Bobby Charlton Comb-Over«-Frisur bekannt.

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