Mannschaftsfoto (18): Werder Bremen

Das Erbe des Torsten Frings

Torsten Frings spielt mittlerweile zwar in Kanada, hat aber in Bremen sowohl phonetisch als auch stilistisch Spuren hinterlassen. Werder hofft indes auf den nächsten Mesut Özil und eine angenehme Spielzeit im oberen Drittel. Mannschaftsfoto (18): Werder Bremenimago

Unsere Serie: Wir präsentieren jeden Tag das aktuelle Mannschaftsfoto eines Bundesligisten und zeigen in unserer Bildergalerie die schönsten historischen Schüsse. Heute: Werder Bremen.

1.
Der neue Star
Mehmet Ekici kam vom FC Bayern, zuletzt spielte er auf Leihbasis eine ziemlich großartige Saison beim 1. FC Nürnberg: 32 Spiele, drei Tore, neun Vorlagen. Bald rückte der gebürtige Münchener in das Blickfeld des türkischen Nationaltrainer Guus Hiddink. Er debütierte am 17. November 2010 in einem Freundschaftsspiel gegen die Niederlande. Klaus Allofs sagt: »Ekici kann Özils Entwicklung nehmen.« Wir sagen: Top Typ! Und ergänzen weiteres außerordentlich nützliches Wissen: Mehmet Ekici ist Sternzeichen Widder und mag Freunde treffen, Playstation und Tischtennis. Sein Vorbilder sind Mehmet Scholl, Zinedine Zidane und Mark van Bommel (»Ein geiler Spieler!«). Der 11FREUNDE-Starschnitt folgt demnächst an dieser Stelle.

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2. Wer ist er denn?
Torsten Frings spielt mittlerweile zwar in Kanada, hat aber in Bremen sowohl phonetisch als auch stilistisch Spuren hinterlassen. Erst eröffnet ein Spieler (Florian Trinks, dritte Reihe 6.v.l.) die Fußball-Serie »Spieler, die beinahe wie Torsten Frings heißen« und dann sieht einer anderer Mann noch genau so aus: Predrag Stevanovic (vordere Reihe, 3.v.l.) trägt das lange Haupthaar ähnlich lang und offen wie der »Lutscher«. Stevanovic spielt bereits seit Januar 2011 bei Werder, sein Bundesligadebüt feierte der Serbe am 29. April gegen den VfL Wolfsburg. Er wurde, richtig, für Torsten Frings eingewechselt. Was bei ihm noch fehlt: Ein breiteres Kreuz und Tribal-Tattoos auf dem Oberarm.

In unserer Bildergalerie: Historische Werder-Mannschaftsbilder >>

3. Eine kleine Stilkritik
Grüner Rasen, grüne Trikots, grüne T-Shirts, grüne Stutzen, grüne Tribüne, grünliche Werbebande, grüne Gedanken. Die Idee hinter dem Fotoshooting: Grün ist die Hoffnung. Tim Wiese widerstrebte diese grüne Kollektiv-Lethargie und zog sich ein knallgelbes Leibchen über, seine Adjutanten wählten ebenfalls knalligere Farben. Klaus Allofs hat indes sein grünes Shirt schlichtweg vergessen und die Firmen Coca Cola und Hasseröder wollen aus fadenscheinigen Gründen nicht mitmachen beim Green Day.  

4. Was fehlt?
Natürlich fehlt Torsten Frings. Was aber vor allem fehlt ist ein stilsicheres Trikot und ein bisschen Esprit und Ricky-Harris-Enthusiasmus. Die Mannschaft wirkt ein wenig wie eine Mischung aus den Gesichtern von Aad de Mos und Dixie Dörner. Kann aber auch alles Maskerade sein. 

5. Prognose 2011/12
Werder erholt sich sich von der vergangenen Spielzeit – döst aber trotzdem noch paar Spieltage nach. Ein bisschen zerknittert, zersaustes Haar, verklebte Lider, Out-Of-The-Bed-Look eben. Irgendwann um den 13. Spieltag erwachen Mehmet Ekici und Markus Rosenberg, der aus Santander zurückgekehrt ist und das Toreschießen entdeckt hat. Am Ende kämpft die Mannschaft um einen UI-Cup-Platz – zumindest bis sich herausstellt, dass es diesen Wettbewerb nicht mehr gibt. 

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