Mainz - Frankfurt in der Spielanalyse

Punktsieg für Veh

Nennt man solch ein Spiel ein 0:0 der besseren Sorte? Vielleicht, finden jedenfalls unsere Taktikexperten von spielverlagerung.de. Trotz der Punkteteilung zwischen Mainz und Frankfurt heißt der moralische Sieger Armin Veh – einer Systemumstellung zum richtigen Zeitpunkt sei Dank.

Im ersten Durchgang sah man zwei abwartende, recht tief stehende Mannschaften. Gerade für die sonst gerne sehr hoch pressenden Mainzer war das relativ ungewöhnlich. Auffällig war zudem, dass beide Teams enorm risikoarm im Passspiel agierten.

Der größte Unterschied zwischen den beiden um Sicherheit bemühten Teams war der Spielaufbau. Frankfurt baute vermehrt über die Außenverteidiger auf. Um nicht zu früh unter gegnerischem Druck zu stehen, positionierten sie sich in der Anfangsphase der Angriffe zumeist recht tief. Von dort aus konnten sie die Bälle ins zweite Drittel tragen. Gerade über den kombinationssicheren Rechtsverteidiger Celozzi konnte die Eintracht recht gefällig aufbauen. Unterstützt wurde er dabei von Sebastian Jung, der Schwegler auf der Doppelsechs vertrat. Jung, hauptberuflich Außenverteidiger, zog es immer wieder in seine gewohnten Räume. An diese Bewegungen passten sich die restlichen Frankfurter an: Rechtsaußen Aigner spielte etwas zentraler und machte die Außenbahn für Jung und Celozzi frei, Alex Meier und Stendera zog es häufig zurück, um Rode dort nicht alleine zu lassen. Problematisch daran war, dass das Sturmzentrum kaum oder gar nicht besetzt war – ungünstig beim Angriffsvortrag über die Flügel. Inui war dadurch auf dem linken Flügel sehr isoliert. Er konnte zwar einige Male eingebunden werden, hatte aber zu wenige Mitspieler um sich herum. Der Japaner, der Doppelpässe in kleinen Räumen liebt, war für Mainz also recht einfach zu doppeln und vom Ball zu trennen.

Ivanschitz nicht anspielbar

Bei den Mainzern sah die Spielanlage anders aus. Die Außenverteidiger Pospech und Zabavnik schoben sehr weit mit vor und drängten Aigner und Inui so zurück. Im Zentrum positionierten sich die Innenverteidiger sehr breit und ließen so eine große Lücke, in die sich Soto und Baumgartlinger im Wechsel fallen ließen. Frankfurts 4-4-2-Pressing, in dem Stendera neben Alex Meier in die Spitze rückte, konnte so gut umspielt werden. Torgefahr wollte aber auch auf Mainzer Seite nicht entstehen. Ivanschitz verschwand oft hinter Frankfurts Sechsern und war somit nicht anspielbar, Parker konnte die Bälle nicht ansatzweise so gut halten wie der verletzt fehlende Szalai.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten sich die Mainzer stark verbessert. Die Abstände zwischen den Spielern waren nun auch bei Ballbesitz deutlich kleiner, was den Mainzern ihr Gegenpressing erleichterte. Im Wissen um die Möglichkeit, nach Ballverlust durch die kompaktere Stellung direkt wieder attackieren zu können, spielten sie viele Bälle in die Spitze und versuchten dort mit Doppelpässen hinter die Abwehr zu kommen.

Frankfurts ursprüngliches System:




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