06.05.2014

Liverpools Elf-Minuten-Drama

Crystal Mess

Am vorletzten Spieltag verspielt Tabellenführer Liverpool einen 3:0-Vorsprung. England spottet über die »Reds« und selbst ihr Trainer schreibt den Titel ab. In der Nachlese geht es um Comicfiguren, Sofafans und den Kampf mit den Nerven.

Text:
Bild:
imago

 »Elf Minuten« heißt ein Roman von Paulo Coelho, er handelt von einer jungen Frau namens Maria und coelho-gemäß von sehr vielen Gefühlen. »Elf Minuten«, so könnte nun auch das Drama dieser Saison für Liverpool FC heißen. Innerhalb von elf Minuten verspielten die »Reds« am Montag bei Crystal Palace nicht nur einen 3:0-Vorsprung, sondern auch die Favoritenrolle auf den englischen Meistertitel. Palace traf in der 79. Minute und dann durch einen Doppelschlag von Dwight Gayle in der 81. und 88. Minute zum Ausgleich. Die Gefühle dieser besonderen Saison wären wohl selbst Coelho zu viel geworden.

Liverpools Starstürmer Luis Suarez brach nach dem 3:3 in sich zusammen, bedeckte sein Gesicht mit dem Trikot und musste von seinem Kapitän Steven Gerrard gestützt werden. Liverpool hatte in der Folge nicht nur mit den Tränen zu kämpfen, sondern auch mit dem Spott des ganzen Landes.

Suarez bricht in Tränen aus

Zwar liegt die Mannschaft von Trainer Brendan Rodgers weiterhin einen Punkt in der Tabelle vor Manchester City. Doch der Rivale hat ein Spiel weniger und kann am Mittwoch im Spiel gegen Aston Villa vorbeiziehen. Am Sonntag trifft Liverpool am letzten Spieltag der Saison auf Newcastle, City empfängt wiederum daheim West Ham United und hat zudem die deutlich bessere Tordifferenz als Liverpool.

Dementsprechend resigniert gab sich Rodgers nach dem Abpfiff: »Für mich ist das Titelrennen beendet.« Er richtete den Blick bereits auf die Zeit nach der Saison: »Wir werden zurückdenken und begreifen, welch unglaubliche Saison wir gespielt haben. Aber das wird uns nicht den Schmerz dieses Unentschiedens nehmen.«

Nur Text
Nur Bild
 
 
 
 
 
 
12
Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden