Lehre des Spieltags (25)

Parallelwelt

Anthony Modeste schoss Hertha BSC im Alleingang ab. Das zeigt, wie wichtig der Stürmer für Köln ist. Und wie viel den Berlinern zur internationalen Klasse fehlt.

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Vor drei Wochen galt es noch nicht als sicher, dass Anthony Modeste auch die komplette Rückrunde für den 1. FC Köln spielen würde. Das Werben der chinesischen Liga und deren Astronomiesummen hatte nicht nur die Kölner Boulevardpresse nervös gemacht, sondern auch das Umfeld von Müngersdorf. Sportdirektor Jörg Schmadtke gab nicht nach. Und wurde dafür bereits ausgezahlt.

Zwei Tore schoss Modeste schon gegen Ingolstadt beim 2:2-Unentschieden. Gegen Hertha BSC am Samstag wurde es noch besser. Dreimal traf der Franzose, der erneut nicht für die Nationalmannschaft berücksichtigt wurde, und schoss die Berliner damit im Alleingang ab.

Nur ein klein wenig Raum

Peter Stöger wollte das so auf der Pressekonferenz nicht stehenlassen: »Anthony ist jemand, der sehr von der Mannschaft profitiert - und sehr viel retour gibt. Mit seinen Toren. Mit seiner Art.« Gegen Hertha hätte aber vor allem Yuya Osako, der zum 1:0 traf, seinen Rücken freigehalten.

Köln ist derzeit so abhängig von seinem Mittelstürmer, dass einzelne gute Aktionen seiner Mitspieler das Chaos beim Gegner schon perfekt machen. Wenn es nicht mehr ausreicht, den einen Spieler auszuschalten, der für 22 von 37 Toren verantwortlich ist. Gerade dann, wenn sich nur ein klein wenig Raum bietet, ist Modeste besonders stark.

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