Legendäre Traumtore (42): Roberto Carlos vs. Physik

Imposible!

Dass Roberto Carlos die Gesetze der Physik auszuhebeln weiß, sah man spätestens 1997 bei seinem Irrsinnsfreistoß gegen Frankreich. Aber wer wäre Roberto Carlos, würde er das nicht wiederholen?

imago

An jenem Samstagmittag im Estadio Heliodoro Rodríguez López, dem 21. Februar 1998, ist Roberto Carlos der kleinste Mann auf dem Rasen. Physisch zumindest. Er misst nur 1,68 Meter.

Es läuft die 46. Minute, Teneriffa führt mit 1:0. Roberto Carlos wird auf dem linken Flügel mit einem fürchterlichen Steilpass zur Grundlinie geschickt. Halbhoch. Viel zu weit. Hölzern gespielt. Was sollte er damit anfangen?

Sekunden später hatte Roberto Carlos die physikalischen Gesetze widerlegt.

Plötzlich liegt die Naturwissenschaft in Trümmern

Nach seinem Ding der Unmöglichkeit schoss ihm sofort durch den Kopf, was zu tun ist: Förmlich, schier ehrfürchtig, hob er die rechte Hand gen Tribüne. Er wusste, dass es Zeit für eine Entschuldigung war. Dafür, dass sich jeder Amateurfußballer dieser Welt in diesem Moment so klein vorgekommen sein dürfte wie ein schüchterner Erstsemester vor dem renommierten Professor. Dafür, dass all die anderen Weltstars Real Madrids in diesem Augenblick plötzlich lächerlich neben ihm wirkten. Und natürlich dafür, dass die Naturwissenschaft von nun an in Trümmern lag.

Dass Teneriffa das Spiel mit 4:3 gewann, juckt heute niemanden mehr. 4:3 - das sind nichts weiter als Zahlen, unbedeutende Zahlen.

Ebenso wie 1,68 Meter. Roberto Carlos ist einer der Größten. Bis heute.

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