Kommt Effenberg zum FC Schalke?

Der Nächste, bitte!

Pünktlich zum Abpfiff der Partie gegen Hamburg sickerte die Meldung durch, dass Stefan Effenberg offenbar neuer Trainer bei Schalke 04 werden soll. Doch wie ernst kann man diese Nachricht eigentlich noch nehmen?

Jetzt also Stefan Effenberg. Der Tiger. Das nächste Kapitel der offenbar endlosen Trainersuche beim FC Schalke 04. Und wenn man sich den Namen Stefan Effenberg einmal auf der Zunge zergehen lässt, so richtig schön langsam und genüsslich, dann kommt man zwangsläufig ein wenig ins Grübeln. Darüber, welcher Trainer in diesem Jahr noch nicht bei Königsblau gehandelt wurde. José Mourinho ist es nicht. Armin Veh, Thomas Tuchel, Roberto Di Matteo und David Moyes sind es auch nicht. Wer bleibt dann eigentlich noch? Jetzt also Stefan Effenberg.

Als Jens Keller, der nach einem bescheidenen Start mittlerweile den Laden ganz gut im Griff zu haben scheint, am Sonntagabend zu den Gerüchten um seinen möglichen Nachfolger gefragt wurde, konterte er: »Vielleicht sitzt er dann ja neben Armin Veh.« Und eigentlich ist mit diesem bissigen Satz schon alles gesagt über jene Kaffeesatzleserei, der die Trainersuche in Gelsenkirchen mittlerweile gleicht.

Jede Woche eine neue Sau

Dass fast im Wochentakt eine neue Sau durch die Arena auf Schalke gejagt wird, liegt aber eben auch am Klub selbst. Auch wenn Manager Horst Heldt die immer gleichen Sätze zu Protokoll gibt (»Es ist eine offene Frage, es ist noch nichts entschieden. Es war immer so, dass wir zu Spekulationen nichts sagen.«), so schafft er es dennoch nicht mal etwas Ruhe in dieses bizarre Schauspiel zu bringen. Im Gegenteil, statt Jens Keller demonstrativ den Rücken zu stärken, wird geheimnisvoll von internen Abmachungen gesprochen und Flirts mit Veh und Effenberg gar nicht erst dementiert. Ob das alles nur noch Selbstironie ist, kann längst keiner mehr sagen. Dass Interna über Verhandlungen und mögliche Namen immer wieder bei den passenden Medien landen, ist ein Problem, an dem S04 seit langem krankt.

Ob Effenberg zum FC Schalke passt oder nicht, fragt sich sowieso schon lange niemand mehr ernsthaft. Dass er tatsächlich Trainer werden könnte, ist trotzdem nicht auszuschließen, denn bei Königsblau kann eben nie irgendwas ausschließen. Aber Halt, ausschließen kann man zumindest, dass diese Posse bei den Fans für Unruhe sorgen. Denn jeder ahnt, dass in der nächsten Woche wieder ein neuer Name auftauchen wird. Vielleicht Christian Streich? Oder Rafael Benitez? Wer hat noch nicht, wer will noch mal.

Und so bekommt man das Gefühl, dass sich der Klub mit dieser öffentlichen Trainersuche neben den Schlagzeilen-Dominatoren aus München und Dortmund künstlich im Gespräch halten möchte. Ob das der wahren Trainerfindung wirklich dienlich ist, sei einfach mal dahingestellt.

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