02.01.2014

Kommentar zur Verpflichtung von Tayfun Korkut

Zwischen Mut und Übermut

Hannovers Präsident beschreibt die Verpflichtung von Tayfun Korkut als mutig. Zu mutig darf der Klub allerdings nicht sein, meint Stefan Hermanns. Der Auftakt der Rückrunde wird für den neuen Trainer eine Feuertaufe sein.

Text:
Stefan Hermanns
Bild:
imago

Wenn alles stimmt, was aus Hannover zu vernehmen ist, hat Dirk Dufner in den vergangenen Tagen wenig falsch gemacht. Der Manager von Hannover 96 hat bei der Suche nach einem Nachfolger von Mirko Slomka groß gedacht. Als Erstes hat er Thomas Schaaf kontaktiert, den prominentesten Trainer, der gerade auf dem Markt ist – und dann einen Mann verpflichtet, der vollkommen unbekannt ist und eigentlich nicht mal auf dem Markt war.

Kind hatte eine mutige Lösung gefordert

Überraschend und mutig – so verkaufen sie in Hannover die Entscheidung für Tayfun Korkut, 39 Jahre alt, der bisher ausschließlich in der zweiten Reihe gearbeitet hat und die Bundesliga nur aus dem Fernsehen kennt.

Mit dieser Personalie folgt Dufner dem ausdrücklichen Wunsch von Martin Kind, der vehement eine mutige Lösung gefordert hatte. Hannovers Präsident argumentiert, dass auch Markus Gisdol, Thomas Schneider und Markus Weinzierl keine Bundesligaerfahrung hatten, als sie ihre Jobs in Hoffenheim, Stuttgart und Augsburg antraten. Außerdem befinde sich die Mannschaft weit genug von den Abstiegsplätzen entfernt. Da dürfe man ruhig ein bisschen mutig sein.

 
 
 
 
 
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