Kommentar zum Fifa-Rückzieher in Sachen Katar 2022

Ein unsägliches Schauspiel

Die Fifa hat bekannt gegeben, dass die WM 2022 in Katar nicht im Sommer stattfindet. Stattdessen soll ein neuer Termin zwischen November 2022 und Januar 2023 gefunden werden. Es ist der nächste Akt in einem Schauspiel, das lächerlicher kaum sein könnte.

imago

Das Emirat Katar liegt in einer der trockensten Gegenden der Welt. Im Sommer steigen die Temperaturen in dem Wüstenstaat regelmäßig auf über 45 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt dann bei 85 Prozent. Solch ein Klima kennen wir Mitteleuropäer nur aus der Sauna.

Niemand würde auf die Idee kommen, in der Sauna eine Fußball-Weltmeisterschaft auszutragen. Die Fifa schon. Sie vergab die WM 2022 nach Katar. Wohlwissend, dass Fußball-Weltmeisterschaften seit jeher im Sommer ausgetragen werden. Die Umstände der Turniervergabe sind unklar, der Verdacht, dass im Zuge der Machtspielchen im Fifa-Zirkel sehr viel Geld geflossen ist, der Verdacht der Korruption, kam allerdings schon mehrfach auf.

Als würde man in der Sahara Wellenbäder errichten

Schon in den ersten Tagen nach dem Katar-Entscheid äußerten Spieler, Trainer und Journalisten Bedenken an der Vergabe. Die Fifa und das zukünftige Gastgeberland beschwichtigten gekonnt und präsentierten stattdessen Pläne für futuristische Stadien, die der Hitze trotzen, und seinen Besuchern angenehme Temperaturen zusichern sollen. Bald schon kursierten absurde Bilder von riesigen Arenen mitten in der Wüste. Als würde man in der Sahara gigantische Wellenbäder errichten. Für die Fifa war die Sache damit vom Tisch. Die Kritik blieb.

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