Ist Huntelaars Zeit vorbei?

Das falsche Versprechen

Klaas-Jan Huntelaar steht nach Breel Embolos Verletzung vor der Rückkehr in die Startelf. Zwischen den Fans entbrennt damit die alte, neue Debatte um ein Sturmproblem. Huntelaar selbst kann jedoch am wenigsten dafür.

imago

Der Stürmer Martin Max hatte großen Anteil an den Schalker Erfolgen ab Mitte der 90er Jahre. Er verwandelte im finalen Elfmeterschießen, als Schalke 1997 den UEFA Cup gewann. Mit Youri Mulder bildete er jenes Sturmduo, das die Fans in Anspielung auf Wilhelm Buschs Lausbuben nur »Max und Mulder« nannten – auf einen »Streich« folgte stets der nächste.

Als sich nach dem UEFA-Cup-Sieg trister Liga-Alltag einstellte, sank Max’ Torquote kontinuierlich in den Keller. Die Euphorie schwand, das Team versackte in der Tabelle und ein Teil der Fans suchten händeringend nach einem Schuldigen. Besonders im Block fünf des Parkstadions ertönten teils beschämende Ausrufe.


Doch anstatt dem »Jungen aus Recklinghausen«, wie ihn Werner Hansch mit väterlicher Stimme nannte, eine Pause zu gönnen, stellte ihn Huub Stevens immer und immer wieder auf. Als Max schließlich den Verein verließ, waren viele Fans der Ansicht, Stevens habe ihn peu à peu demontiert. Gleiches könnte Klaas-Jan Huntelaar widerfahren. 

Höchster Respekt und volles Vertrauen

Als Schalke vor der Saison einen erneuten Umbruch vollzog und André Breitenreiter von Markus Weinzierl abgelöst wurde, stand Klaas-Jan Huntelaar laut der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf vor einem Wechsel zu Ajax Amsterdam. Der »Hunter« wartete auf ein Zeichen seitens der Schalker Verantwortlichen. Und das kam voller Vertrauen.

Für Weinzierl war Huntelaar in der Vorbereitung ein wichtiger und vor allem erfahrener Ansprechpartner, vor dessen Qualitäten er »höchsten Respekt hat«. Der Hauptgrund, warum Huntelaar einem Wechsel entsagte, war Weinzierls Vorstellung über die zukünftige Spielweise: »Er hatte mich während meines Urlaubes angerufen und mir erklärt, was er von mir verlangt, und gesagt, dass ich in seinen Planungen eine wichtige Rolle spiele.« 

Für Huntelaar, Boxstürmer par excellence, sollte es wieder Flanken regnen, soviel war beim Amtsantritt von Weinzierl klar. Weinzierl stellte indes klar: »Ein Kombinationsspieler ist er nicht, sondern ein Abschlussstürmer, der Bälle im Sechzehner braucht.» 

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