Irland – Deutschland: Die Nationalspieler in der Einzelkritik

Schweini überragend, Özil unsichtbar

Es war das erwartet einseitige Spiel und am Ende spielte sich Deutschland gegen beängstigend biedere Iren sogar in einen kleinen Rausch. Wer stach heraus? Wer blieb unauffällig? Die deutschen Nationalspieler in der Einzelkritik.

Die Defensive

Manuel Neuer
War über 90 Minuten genau dreimal wirklich gefordert. Beim ersten Mal lief er hervorragend raus, beim zweiten Mal lenkte er den Ball per Fuß an den Pfosten, den dritten Ball fischte er in der Nachspielzeit aus der Ecke. Beim Gegentor machtlos. Ansonsten war seine größte Leistung des Abends, dass er sich nicht erkältet hat. Glückwunsch!

Jerome Boateng
Schaltete sich aufgrund mangelnder Beschäftigung in der Defensive konsequent vorne mit ein. Auf einen guten Pass kommen bei ihm allerdings noch immer fünf ins Niemandsland. Ist doch schön, wenn es noch Luft nach oben gibt.

Per Mertesacker
Spielt auch mit. Nahezu fehlerfrei dazu. Größte Leistung: Sich nicht bei jedem Angriff der Iren zu beömmeln – immerhin hießen seine Gegenspieler Long und Cox. Hihihihi!

Holger Badstuber
Wankt im Spielaufbau immer zwischen beckenbaueresk und seltsam träge. Ist defensiv aber eigentlich immer da, wenn es sein muss. Und das musste gegen Irland nicht so oft sein.

Marcel Schmelzer
Bekam von Löw vor dem Spiel bereits die Kicker-Note 5 verpasst, zeigte aber, dass ihm das herzlich egal ist. Machte beständig Dampf nach vorne, wenn auch zu oft zu zaghaft. Stolperte immerhin das 1:0 vor, zuvor folgte ein Laufweg, auf den man gegen die Betonabwehr der Iren lange Zeit gewartet hatte. Muss nun noch zeigen, dass er auch defensiv nationalmannschaftsreif ist. Solide, mehr vielleicht dann beim nächsten Mal.

Sami Khedira
Gewohnt zuverlässig, ohne die ganz großen Akzente zu setzen. Ging zur Halbzeit verletzt raus und tat sich damit einen Gefallen.

Bastian Schweinsteiger
Spielte so, als wolle er jetzt zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Unangefochtener Chef und bester Mann bei Deutschland. Lief viel und eröffnete fast jeden Angriff, defensiv präsent wie vor dem Horrorsommer 2011. Leitete das 1:0 per Traumpass auf Schmelzer ein, zeigte beim 4:0 durch Klose, dass das kein Zufall war. Ließ sich nicht mal von beständigen Tritten auf sein lädiertes Sprunggelenk beeindrucken. Dieser Schweinsteiger ist eine Macht.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!