Hart bleiben, Liga!

Ein Plädoyer für 50+1

Bis auf Hannover stimmen alle Klubs von Bundesliga und Zweiter Liga für die Beibehaltung von 50+1. Markus Hesselmann findet das gut – auch wenn er schon mal die Fußballfunktionäre lobt. Aus Versehen, versteht sich. Hart bleiben, Liga!imago

Die Fußballwelt wäre ein besserer Ort ohne Wladimir und Roman Romanow, Malcolm, Joel und Avram Glazer, Roman Abramowitsch, Silvio Berlusconi, Balram Chainrai, Mohamed Abdel Moneim Fayed, Venkatesh und Balaji Rao, Sheikh Mansour bin Zayed Al Nahyan, Massimo Moratti – und Martin Kind, der die Bundesliga für ebenjene Herren und ihresgleichen öffnen will.

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Der Präsident des Bundesligisten Hannover 96 macht seit Jahren gegen die 50+1-Regel Front, die deutsche Profiklubs davor schützt, von sogenannten Investoren übernommen zu werden. Die Regel besagt, dass die Stimmenmehrheit an den am Spielbetrieb teilnehmenden Kapitalgesellschaften bei den Stammvereinen verbleiben muss, ein Eigner also nicht walten kann, wie er will.

Alle Klubs außer Hannover plädieren pro 50+1

Besonders die englische Premier League fällt in die Hände solcher »Investoren«/Abenteurer. Der FC Portsmouth zum Beispiel hatte in einer Saison vier verschiedene Besitzer. Mit den Folgen Insolvenz und Abstieg.

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Aber wie steht’s eigentlich beim Kampf um 50+1? Bis auf Hannover hatten alle Klubs von Bundesliga und Zweiter Liga 2009 für Beibehaltung gestimmt. 96 klagte beim Schiedsgericht der Deutschen Fußball-Liga und des Deutschen Fußball-Bunds.

Gut gebrüllt, Liga, hart bleiben.

Anfang der Woche hieß es nun, dass die DFL einen Kind’schen Befangenheitsantrag gegen den früher als DFB-Justiziar und jetzt für das Schiedsgericht tätigen Götz Eilers als sowohl »zeitlich verspätet als inhaltlich unbegründet« zurückgewiesen hat.

Gut gebrüllt, Liga, hart bleiben. Ups, habe ich da jetzt gerade deutsche Fußballfunktionäre gelobt? Muss wohl.

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