Haftstrafen für trottelige Hooligans

Sie dürfen die Braut jetzt schocken

Neun Hooligans aus Frankreich müssen ins Gefängnis – weil sie die falsche Hochzeit überfallen haben.

imago

Dummheit kann einen enormen Unterhaltungswert haben. Die Kombination aus Kriminalität und einer ordentlichen Portion Blödheit hat eigentlich ein eigenes Filmgenre verdient.

Ein großer Spaß: dumme Verbrecher

Erinnert sei hier nur an die beiden Männer, die 1981 eine Tankstelle im kanadischen Edmonton überfielen, den Tankwart fesselten und samt Beute flüchteten. Fehlende Ortskenntnis brachte das Duo allerdings so dermaßen von der Fluchtroute ab, dass sie schließlich an einer Tanke halten mussten, um nach dem Weg zu fragen. Richtig geraten, es handelte sich um dieselbe Tankstelle, die sie kurz zuvor überfallen hatten. Die dort längst eingetroffene Polizei freute sich über die vielleicht simpelste Verbrechensaufklärung in der Geschichte Kanadas.

Grandios auch jener Bankräuber, der einst seine beim Überfall erbeutete Kohle bei eben jener Bank einzahlen wollte, die er zuvor geplündert hatte. Oder sein dänische Knastbruder im Geiste, der nach einem erfolgreichen Banküberfall in ein vermeintliches Taxi sprang und dem Fahrer atemlos seine Adresse nannte. Ja, wieder richtig geraten, es handelte sich um einen Streifenwagen der örtlichen Polizei.

Die falsche Hochzeit

Die List ist lang und großartig. Nun ist sie um einen weiteren Fall ergänzt worden: Neun Hooligans des französischen Erstligisten AS St. Etienne sind zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, weil sie die falsche Hochzeitsparty gestürmt und zerlegt hatten. Das eigentliche Opfer des Anschlags, ein Hool der Rivalen von Olympique Lyon, feierte wenige hundert Meter weiter gänzlich unbehelligt. Die Herren aus St. Etienne hatten sich in der Adresse geirrt (11FREUNDE berichtete).

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