10.10.2012

Fußballprofis und Rapmusik

Can I kick it?

Seite 2/3: Ryan Babel auf der Suche nach Beef
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Imago

»Rappen is mei Hobby!« Ryan Babel sagte gleich, was Sache ist. Besonders ulkig klingt der holländische Rap, weil der Gangster-Rapper des niederländischen Fußballs seine Lines gerne mit »Motherfucker« und anderen Rap-Obligationen garnierte. Ein teurer Armband-Chronograph durfte natürlich auch nicht fehlen: »Ick heb nette newi Clocki«, wies Babel noch dezent darauf hin, dass sein Zeitmessgerät mehr als eine herkömmliche Flik-Flak-Uhr gekostet hat – das ist Understatement. Also aufpassen, Defensivlinien dieser Erde, wenn ihr den »fucking Ball« nicht abgebt, seid sicher, dass euch Ryan Babel in die »Beene treet.«



Sikidim, Ümit Davala

Einst wurde er als Bremer Außenverteidiger von den Werder-Fans mit »Yalla! Yalla! Yalla! Ümit Davala!«-Sprechchören über das Feld geschrien. Als Davala nach seinem Karriereende sich selbst im Sprechgesang versuchte, brachte er immerhin ein Album raus, das sich in der Türkei 100.000 mal verkaufte. Dennoch kehrte er dem Rap-Game nach dem Album den Rücken zu und hängte das Mic an den Nagel. In seinem Musikvideo saß er im Stadion und rappte offensichtlich über die Liebe. Er wirkte dabei ein wenig wie der Tarkan der Rapmusik. Sikidim!



Christian Pander aka Funky Pee

»Das ist meine Story«, rappte Funky Pee noch zu Schalker Zeiten seine Lebensbeichte in den Popfilter. »Das Bein wieder heile, die Stutzen überm Knie. Ihr wisst wer es ist, es ist funky Pee!« Er hätte den Track, in dem es hauptsächlich um seine Verletzungsanfälligkeit geht, auch Jahre später noch vertonen können, denn so schnell hat sich das Blatt dann leider doch nicht »gedreht«. Das Verletzungspech blieb »Funky Pee« treu, doch zum Glück hat Pander da noch seine Rap-Fans: Diese üben sich auf YouTube noch heute in Empathie mit dem Pechvogel: »Isch hab geweint.« Man muss die Menschen da abholen, wo sie sind.

 
 
 
 
 
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