02.05.2006

Fußball

Tschechien: Auch ohne Nedved gut

Der Favorit: Seit 1990 waren die Tschechen nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft dabei. Nun aber will die Mannschaft das einlösen, was sie bei der Euro 2004 versprochen hat.

Der 24. September 2004 war ein trauriger Tag
für den tschechischen Fußball: Pavel Nedved,
Europas Fußballer des Jahres 2003, gab seinen Rücktritt
aus der Nationalelf bekannt. Seitdem gibt es
immer wieder Spekulationen über ein Comeback,
doch kommt das Team von Karel Brückner bisher
auch ohne den „Blonden Engel“ aus. In der WMQualifi
kation spielen die Tschechen jenen attraktiven
Fußball, mit dem sie bei der Euro 2004 zwar
nicht den Titel, aber die Herzen der Zuschauer
gewannen. Eine ihrer größten Stärken – das weiß
man in Deutschland spätestens seit der 1:2-Niederlage
in Portugal gegen eine tschechische B-Elf – ist
der ausgeglichene Kader. Vor allem die Offensive
ist mit Jan Koller, Tomás Rosicky, Milan Baros und
dem bei Länderspielen wie ausgewechselt wirkenden
Marek Heinz glänzend besetzt. Doch auch auf
der anderen Seite des Platzes haben die Tschechen
ihre Qualitäten. Mit Petr Cech vom FC Chelsea steht
ein Mann im Tor, der die Hälfte seiner Länderspiele
ohne Gegentreffer beendet hat. Sollten die letzten
Zweifel an der Qualifi kation beseitigt sein, ist
Tschechien nach 16 Jahren erstmals wieder bei einer
WM dabei. So lange wird es bis zum nächsten Mal
bestimmt nicht dauern: Der Nachwuchs um die
Spielmacherhoffnung Stepan Vachousek von Olympique
Marseille hockt bereits in den Startlöchern.

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