02.05.2006

Fußball

Ukraine: Blochin plant den Coup

Außenseiter: Zum allerersten Mal darf die Ukraine bei einer WM-Endrunde mitspielen. Die historische Qualifikation elektrisiert das Land und lässt Trainer Oleg Blochin träumen.

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Als der Schiri die Partie zwischen Georgien und der Ukraine abpfiff, schüttelte Oleg Blochin nur ungläubig den Kopf, als wollte er sagen: Was muss die Ukraine noch alles durchmachen, um endlich einmal bei einer Weltmeisterschaft mitspielen zu dürfen? Schon zwei Mal waren die Gelb-Blauen erst in den Playoffs gescheitert, zuletzt, wir erinnern uns, gegen die deutsche Mannschaft. Und nun das Spiel in Tiflis. Ein Sieg hätte alles klar gemacht, hätte eine blitzsaubere Qualifikation abgerundet. Doch mit einem Sonntagsschuss in der Schlussminute glich Georgien noch aus und sorgte für blankes Entsetzen beim Favoriten. Wenige Stunden später aber war alles vergessen. Dänemark hatte unerwartet einen Punkt in der Türkei geholt und Schützenhilfe geleistet. Grenzenloser Jubel herrschte im ganzen fußballverrückten Land, Menschen tanzten auf den Straßen. „Es ist ein Traum“, kommentierte Superstar Andrej Shevshenko. Der Milan-Stürmer ist das Aushängeschild der sonst weitgehend namenlosen Truppe. Außer Andrej Voronin von Bayer Leverkusen sind fast alle Nationalspieler in der Ukraine aktiv, bei den großen Teams wie Kiew und Donetsk. Coach Blochin indes weiß um die Fähigkeiten seiner Mannschaft: „Die Leute denken jetzt, ich bin wahnsinnig, aber ich glaube fest, dass wir die Chance haben, die WM zu gewinnen.“
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