02.05.2006

Fußball

Japan: Zur Not hilft Karaoke

Außenseiter: Zum dritten Mal in Folge haben sich die Japaner für das Weltturnier qualifiziert, doch dass es zu mehr als der üblichen Nebenrolle reichen wird, ist wenig wahrscheinlich.

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„Ich habe nie daran gezweifelt, dass dieser Tag kommt, weil diese Mannschaft mehr hat als Strategie und Technik. Sie besitzt vor allem Kampfgeist.“ Markige Worte von Japans Nationaltrainer Zico nach der vorzeitigen WM-Qualifikation. Dabei müsste dem ehemaligen Weltklassespieler solch ein Fußball eigentlich in der Seele weh tun. Die Stärken des amtierenden Asienmeisters, davon konnte man sich beim Confed Cup überzeugen, liegen in der Defensive und Laufarbeit. Zico erinnert gern daran, dass es Griechenland mit diesen Tugenden zum Europameistertitel gebracht hat. Seine Versuche, den Japanern einen offensiveren Stil zu vermitteln, scheiterten – es fehlt ihnen dafür an Durchschlagskraft. Dennoch ist das Team zum dritten Mal in Folge bei der WM dabei. 2002 schafften es die Blauen, getragen vom Heimvorteil, bis ins Achtelfinale. Wenn es nun wieder nach Europa geht, werden sich die Spieler nicht mehr ganz so fremd fühlen wie noch 1998 in Frankreich, als man sich nachträglich eine Karaoke Maschine einfliegen ließ. Immerhin verdienen mit Hidetoshi Nakata (Bolton), Shinji Ono (Rotterdam), Shunsuke Nakamura (Reggina) und Junichi Inamoto (West Brom) mittlerweile einigeLegionäre ihr Geld in europäischen Ligen. Die allerdings warten ebenso noch auf den großen Durchbruch wie Naohiro Takahara vom Hamburger SV.

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