Fußball

Eintracht: Strategisch nicht wertvoll

Der FC Bayern hat alles, was sich ein Fußballklub wünscht: Erfolg, Ruhm, Reichtum – und eine eigene Sparkarte der HypoVereinsbank. Eintracht Frankfurt hingegen steht zurzeit eher auf der Schattenseite des Lebens: kaum Erfolg, dadurch kein Ruhm, wenig Reichtum.
Heft #50 12 / 2005
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Und noch nicht mal eine eigene Sparkarte. Dabei hat sich die HypoVereinsbank vorgenommen, ihre Präsenz in der Bankenmetropole enorm zu verstärken. Sie wird demnächst zusätzliche Filialen in Frankfurt eröffnen, man möchte mehr Kunden binden. Was liegt da näher, als Eintracht-Fans mit einer Eintracht-Sparkarte zu ködern? Nein, nein, eine solche sei nicht geplant, lässt die bayerische Bank verlauten. Man habe eine „strategische Finanzpartnerschaft“ mit dem FC Bayern, und gut. Über die wahren Gründe der Ablehnung lässt sich derweil nur spekulieren. Erstens: Bei der Bayern-Sparkarte gibt es für zehn Heimspieltore 0,1 Prozent mehr Zinsen. Dieser Modus wäre für die Eintracht-Fans wohl so frustrierend, dass sie der Karte und damit der HypoVereinsbank schnell wieder die Freundschaft kündigen würden. Zweitens: Vielleicht hat sich Werbe-Ikone Max geweigert, für den Frankfurt-Sparkarten-Werbespot Hessisch zu lernen. Und drittens: Eine bayerische Bank hat gefälligst einen bayerischen Verein zu unterstützen. Basta. Auch wenn ein anderer die Unterstützung nötiger hätte.


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