Fußball

Werder: Fehlpass am Flughafen

Es sollte die Feuertaufe werden. Tim Borowski, der blonde Hüne aus Mecklenburg, als Denker und Lenker im deutschen Mittelfeld am ehesten befähigt, den großen Ballack zu ersetzen. Bekanntlich ging das in die Hose. Borowski avancierte nicht zum erhofften Heilsbringer.
Heft #50 12 / 2005
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Er blieb gegen die Türkei, wohlwollend formuliert, ein Fremdkörper. Dabei musste er noch froh sein, es überhaupt bis an den Bosporus geschafft zu haben. Schon am Hamburger Flughafen nämlich war der 25-Jährige durch mangelnde Passgenauigkeit aufgefallen. Als er dem Grenzbeamten seinen Reisepass präsentierte, musste der zweimal hinschauen und stutzte: „Das sind aber nicht Sie, Herr Borowski!“ Tatsächlich hatte Borowski versehentlich den Ausweis seiner Freundin eingesteckt und blickte folglich verdammt dumm aus der Wäsche. Wenigstens hatten die anderen auch etwas davon: Bis die Ersatzpapiere ausgestellt waren, musste die gesamte Truppe 20 Minuten warten.

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