29.09.2005

Fußball

Musik: Playlist des Grauens

Die Plattensammlung der aktuellen Bundesligakicker laviert in der Regel orientierungslos zwischen dem Holzmichl und R. Kelly, doch im Grunde ist es den meisten egal und gehört wird, was auf den Tisch kommt. Da tut es gut, wenn mal einer herein schneit, für den Musik mehr ist.

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Imago
1. Chicago
2. Toto
3. Foreigner
4. Bad Company
5. Survivor
6. Starship
7. REO Speedwagon
8. Bon Jovi
9. Europe
10. Dare

Die Plattensammlung der aktuellen Bundesligakicker laviert in der Regel orientierungslos zwischen dem Holzmichl und R. Kelly, doch im Grunde ist es den meisten egal und gehört wird, was auf den Tisch kommt. Da tut es gut, wenn mal einer herein schneit, für den Musik mehr ist als ein austauschbarer Soundtrack bei der Fahrt vom Training zum Golfplatz, ein Mann mit einer Vision, den Musik noch im Herzen berührt, dem sie wirklich etwas bedeutet, und mag sie auch noch so fürchterlich sein. Ein solcher Mann ist Thomas Häßler. Bereits 1996, noch während seiner aktiven Karriere, hat er den Musikverlag MTM-Music gegründet, der seitdem über 100 CDs veröffentlicht hat. Dort gibt es jene Musik, für die Icke sterben könnte: Melodic Rock. Was dieses Genre so alles an Entsetzlichem hervorgebracht hat, lässt sich an einer Playlist ablesen, die der Ex-Kicker neulich dem „Kölner Express“ zur Verfügung gestellt hat. Like punk never happened. Aber wenn auch Häßlers Geschmack ein grausiger ist, so hat er doch immerhin überhaupt einen. Dafür Respekt.

Text: Jens Kirschneck


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