26.09.2005

Fußball

Bray Wanderers – Shelbourne 2:2

Freitagabend. Die Sonne drückt sich über dem Hafenbecken herum und der Erstligaaufsteiger aus dem 20 Kilometer südlich von Dublin gelegenen Bray bittet Meister Shelbourne zum lange erwarteten Duell.

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Freitagabend. Die Sonne drückt sich über dem Hafenbecken herum und der Erstligaaufsteiger aus dem 20 Kilometer südlich von Dublin gelegenen Bray bittet Meister Shelbourne zum Duell. Der Ire ist speziell auf Straßenschildern mitteilungsfreudig: „Can the Seagulls topple the Champion?“, fragt das Vorfahrtsschild am Kreisverkehr. Wo das Stadion ist, steht nirgends. Nur Einheimische wissen darüber Bescheid, und als wir den Platz gefunden haben, schlägt uns Dorfatmosphäre entgegen. Alle haben ihre Kinder mitgebracht. Die Sprösslinge des Shelbourne-Anhangs hüpfen in roten Arsenal- und ManU-Trikots herum, Bray-Fans bevorzugen das in den Vereinsfarben gehaltene Celtic-Dress. Eine bauchhohe Mauer säumt das Spielfeld, Kinder sitzen darauf und lassen ihre Beine baumeln, während ihre Väter über den frühen 0:2-Rückstand von Bray bei einer Tasse Tee debattieren und sich das Maskottchen mit Dehnübungen warmhält. Im Schatten der Nationalsportarten Gaelic Football und Hurling erlebt Fußball in Irland einen langsamen Professionalisierungsprozess. Brays Spieler marschieren jedenfalls mit Trikot und Waschtasche zum Spiel, erzielen aber noch den 2:2-Ausgleich. Das Heimteam schwebt förmlich in die Kabine. Sie besteht aus einem Container.Katrin Freiburghaus
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