Fünf Dinge, die wir von diesem Spieltag gelernt haben (27)

Djilobodji John

Damit ihr auch am Sonntag mitreden könnt: Die fünf Lehren der gestrigen Samstagskonferenz.

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Hertha BSC weiß ganz genau, worum es geht
Es war eine kunterbunte Traube, die Herthas Bank bildete, nachdem Salomon Kalou mit seinem 13. Saisontor das 2:0 markierte. Pal Dardai, Co-Trainer Admir Hamzagic und Chefbetreuer Nello di Martino lagen sich am Seitenrand in den Armen und hüpften durch die Gegend, dass der Osterhase höchstpersönlich einen Einzugsantrag beim Berliner Kreiswehrersatzamt stellte. Es zeigte jedoch auch, dass die Berliner mittlerweile ganz genau wissen, worum es in dieser Saison geht. Um das internationale Geschäft. Champions League womöglich. Deutschlands Hauptstadtklub unter den Big Playern Europas.

Und auch wenn Dardai und seine Gefolgsleute vor der Kamera weiterhin Demut und Understatement ausstrahlen, dürfte mannschaftsintern schon ganz anders gesprochen werden. Die Konkurrenten wie Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach bestechen zurzeit nicht durch ihrer Form. Hertha könnte in wenigen Wochen ein ganz dickes B nach Berlin holen.

Djilobodji kann vieles, darf aber noch lange nicht alles
Im Zweikampf mit dem Mainzer Manuel de Blasis hatte Papy Djilobodji ohnehin eine Kopflänge Vorsprung. Warum Bremens Innenverteidiger deshalb nach der Szene eine widerliche »Kopf-ab-Geste« andeutete, als wären die beiden nicht im Weserstadion, sondern irgendwo in der irakischen Wüste, bleibt deshalb sein Geheimnis. Mehr als verwunderlich waren ebenso die Reaktionen der Verantwortlichen Thomas Eichin und Viktor Skripnik. »Sollen wir ihn jetzt drei Monate sperren? Das soll es doch auch nicht sein. Wir werden natürlich mit ihm reden. Nicht mehr und nicht weniger«, meinte der Bremer Trainer. Etwas weniger Rückendeckung und etwas mehr öffentlicher Watschen wäre wünschenswert gewesen. Okay, drei Monate Sperre sind tatsächlich zu viel des Guten, drei Wochen sollten es jedoch mindestens sein. Bitte erheben Sie sich.

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