Freiburg-Bayern in der Spielanalyse

Der früheste Herbstmeister aller Zeiten

Bayern München spielt gegen den SC Freiburg eine 70-minütige Überzahl schwach aus, gewinnt aber trotzdem im Schongang. Die 11FREUNDE-Analyse.

Vor dem Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund stand den Bayern eine schwere Aufgabe bevor. Sie mussten beim SC Freiburg, der Mannschaft der Stunde, antreten. Die Breisgauer haben eine Entwicklung gemacht, die vor rund einem Jahr nicht abzusehen war.

Als Christian Streich damals den SC Freiburg übernahm, war das Team am Tabellenende. Streichs Rezept: Er installierte ein simples, aber effektives 4-4-2-System, das auf ein hohes Pressing setzt. Die vier offensiven Spieler greifen dabei die gegnerische Viererkette an – die beiden Stürmer die Innenverteidiger, die beiden Außenstürmer die Außenverteidiger. Freiburg schafft es mit Leidenschaft und Intelligenz, Druck auf die gesamte gegnerische Viererkette auszuüben und gleichzeitig die Passwege nach vorne zu schließen.

Auch gegen die Bayern begannen sie mit dieser aggressiven Pressingvariante. Im Mittelfeld nahm zudem Julian Schuster den Münchener Achter Toni Kroos auf, der in den ersten Minuten kaum zur Entfaltung kam. Es deutete sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe an.

Wenn der Schiedsrichter nicht wäre…

Die Hoffnungen der Freiburger wurden allerdings früh durch zwei Pfiffe des Schiedsrichters zunichte gemacht. Der erste war umstritten und brachte die Bayern durch einen Handelfmeter in Führung (12.). Der zweite war unumstritten und bescherte Freiburgs Innenverteidiger Fallou Diagne eine Rote Karte wegen einer Notbremse (18.).

Ein Rückstand und ein Platzverweis, das sind die zwei natürlichen Todfeinde des Freiburger Systems. Durch den Rückstand wurden sie gezwungen, das Spiel aktiver zu gestalten; ihre Pressingvariante ist jedoch in ihrem Kern eine reaktive Taktik, die darauf abzielt, den Gegner bei Ballbesitz zu attackieren. Wenn der Gegner jedoch – wie die Bayern nach dem Tor – den Spielaufbau direkter angehen, können die Freiburger mit ihrem Pressing gar nicht erst ansetzen.

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