»Frankie´s Magic Football« (Frank Lampard)
Anstatt seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim FC Chelsea zu verlängern, hat Frank Lampard kürzlich bei einem Verlag für Kinderbücher unterschrieben. Der Mittelfeldregisseur will die Gutenachtgeschichten, die er für seine Kinder auf der Bettkante herbeiphantasiert, in fünf Kinderbüchern verwursten. Inhalt: Der achtjährige Schuljunge Frankie erlebt Abenteuer mit seinen fußballverrückten Freunden und seinem Hund Max. Weitere Details sind noch nicht bekannt, aber vermutlich geht es um einen bösen Schuldirektor namens Roman, der Klein-Frankie nicht mehr in der Schülermannschaft spielen lässt. Rührend.
»Ich bin doch kein Tor« (Sepp Maier)
Mit Muskelkater zwischen den Zeilen berichtete Sepp Maier über das gnadenlose Training von Branko Zebec. Dessen Motto: »Musst du Gift wieder rausschwitzen!« Maier lakonisch: »Gift, das waren für ihn Alkohol, Zigaretten und Frauen. Bei sich selber war er da großzügig. Wenn er mit Sonnenbrille und brennender Zigarette unter die Dusche ging, dann wussten wir Bescheid.«
»Die Wahrheit …« (Jens Lehmann)
Legendäre Disco-Tour bei der WM 1998 mit den Kollegen Lothar Matthäus und Andy Möller. Wir hören rein: »Um kurz nach vier Uhr kamen wir los. Ich fuhr, Lothar kippte die Lehne des Beifahrersitzes brutal nach hinten. ›Bist du bescheuert, mein Knie!‹, schrie Möller. Lothar schlief sofort ein, Mund offen, Arme links und rechts schlapp am Sitz herabhängend.«
»Nummer eins« (Oliver Kahn)
Kahns erste ganz große Liebe: ein Mofa. Trauriges Ende der Beziehung: Die Polizei stoppte den jungen Kahn auf seinem – latürnich! – frisierten Gefährt, kloppte die unerlaubten Teile aus der Karosserie und schickte den Raser nach Hause. »Es war erniedrigend: Ich musste mein heiß geliebtes Fahrzeug durch die Fußgängerzone schieben
– mit den ganzen Einzelteilen unterm Arm!«
»fußball bekloppt« (Reiner Calmund)
Schonungslos seziert Calli seine immensen Figurprobleme im Kindesalter. »Ich war vielleicht zehn Jahre alt, da dia-
gnostizierte der Rheinbraun-Betriebsarzt beim ›kleinen
Calmund‹ etwas, was aus heutiger Sicht einer medizinischen Sensation gleichkäme: ›Der Junge ist zu dünn. Der fällt uns vom Fleisch. Der muss in Kur!‹ Sechs Wochen Eifel waren angesagt.«
»Anpfiff« (Toni Schumacher)
Um einer Klagewelle zu entgehen, korrigierte Toni Schumacher die zweite Auflage. Also: »Dass Breitner ›säuft wie ein Kosak‹ habe ich rausgenommen.« Denn: »Ich wollte den Paul ja nicht als Alkoholiker darstellen.« Aber: »Viele Leute haben mir geraten, dies oder das wegzulassen. Dann wär’s aber nicht mein Buch geblieben. Dann wär’s ein Faltblatt geworden.«
Bodo und Bianca Illgner beim romantischen Stelldichein und »Ehrliche Bekenntnisse« von Jorginho
»Ein stürmisches …« (G. Mayer-Vorfelder)
Was wir schon immer über Jogi Löw wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten, verrät der Stuttgarter Gerhard Mayer-Vorfelder. Löw, damals noch VfB-Trainer, habe in Rekordzeit Autorität eingebüßt. »Krassimir Balakov hatte auf einem Flug nach Abu Dhabi entdeckt, dass die Business-Class so gut wie leer war und diese mit dem Team inklusive Trainer geentert!« Kosten: 22 000 Dollar.
»Fussball« (Helmut Schön)
Nach dem WM-Sieg 1974 hatte der alkoholisierte Bundestrainer den Namen seines Hotels vergessen. Also klapperte Schön in seiner Verzweiflung »große Hotels ab, die mir als offizielle DFB-Hotels bekannt waren«, riss den irritierten hessischen Sozialminister Horst Schmidt aus dem Schlaf (»Wer ist denn da überhaupt? Was wollen Sie?«) und fand schließlich doch noch eine Bleibe im »Holiday Inn«.
»Ein Bolzplatz für Bouaké« (Willi Lemke)
Legendär ist die Rettungsaktion von Werder-Manager Willi Lemke, der 1985 ein paar seiner Spieler aus einem Puff in Graz »freikaufen« musste. »Mit einem Riesenapplaus empfing mich der ganze Bartresen. Meine Spieler hatten gewettet, dass ihr Manager nachts um drei da erscheinen würde.« Lemke zahlte die Rechnung – und nötigte zwei Übeltäter prompt zur sofortigen Vertragsverlängerung.
»Alles« (Familie Illgner)
Natürlich, der Erstling von Bodo und Bianca ist ein »fiktiver Tatsachenroman«. Was unschwer an den anspruchsvoll getexteten Erotikpassagen zu erkennen ist: »Nun begann sie, mit geübten Handgriffen, den Gummi über mein Glied zu ziehen. Zu guter Letzt nahm sie mein bestes Teil in den Mund und fuhr mit ihrer Zunge auf und nieder.« ? Hör jetzt nicht auf! Bzw. doch, hör auf!
»Ehrliche Bekenntnisse« (Jorginho)
Seine erste Nahtoderfahrung machte der Brasilianer Jorginho bereits im zarten Alter von 15. Weil er einem 13-Jährigen Ohrfeigen verpasst hatte, drohte dieser: »Am Freitag wirst du sterben!« Und zog, Tage später, tatsächlich einen Revolver: »Heute wirst du sterben!« Nur mit viel Zureden konnte Jorginho seinen potenziellen Mörder davon abbringen. Der Kicker: »In Europa wäre mir das nicht passiert!«