FC Dallas beteiligt Fans an Transfers

Dauerkarte muss sich wieder lohnen

Der MLS-Club zahlt seinen Dauerkarteninhabern einen Anteil der Transfererlöse aus. In Zukunft könnte das noch teuer werden. Kann das Modell trotzdem Vorbild für andere Klubs sein?

imago

Am Wochenende hatten die Fans des FC Dallas, die im Besitz einer Dauerkarte sind, plötzlich einen Scheck ihres Lieblingsteams im Briefkasten. Ausgeschrieben auf den Namen, auf den die Dauerkarte registriert ist und ausgestellt von der FC Dallas Soccer, LLC. Der Betrag: fünf US-Dollar und vierundzwanzig Cent. In Zahlen: 5,24 US-Dollar.

Wo das Geld herkommt? Seit wann Fans Geld von ihrem Klub bekommen? Eigentlich ist das doch umgekehrt. Nicht beim FC Dallas: Das MLS-Franchise hat letzte Woche bekannt gegeben, seine Dauerkarteninhaber mit exakt einem Prozent an den Transfererlösen aus Spielerverkäufen zu beteiligen. »1% Fan Payment« nennen die Besitzer das neue Konzept.


Die 5,24 US-Dollar, die jetzt auf jede Dauerkarte entfallen, stammen aus dem Transfer von Fabian Castillo zum türkischen Klub Trabzonspor. Der brachte Dallas rund 2,8 Millionen US-Dollar ein, die auf rund 5.600 Dauerkarteninhaber aufgeteilt wurden. Zu Promozwecken ermutigte FC Dallas sie, auf Twitter unter dem Hashtag #Cashtillo ihre Schecks und Einkäufe zu teilen.


Ablöse nur für Transfers ins Ausland


Ligainterne Transfers bringen den Teams in der MLS keinerlei Ablösesummen ein. Sie laufen wie in den anderen großen nordamerikanischen Ligen im American Football oder Basketball als Trades ab, also Tauschhandel bei denen kein Geld gezahlt wird. 


Geht ein Spieler allerdings ins Ausland, generiert er seinem Klub ganz normal eine Ablöse. Davon gehen nach MLS-Statuten bei »homegrown players«, also solchen, die der eigenen Akademie entstammen, 75% an den Verein, bei allen anderen Spieler 66,6%. Der Rest geht an die Liga.


Insgesamt flossen also 28.000 US-Dollar an die Fans. Das klingt im Verhältnis zur Ablösesumme erstmal nach nicht viel. Überhaupt kann sich ein einzelner Fan von seinem Anteil nicht mal ein Bier im Toyota Stadium kaufen.

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