Fan gibt alles für Guillermo Ochoa

Mein Haus, meine Frau, mein Kind

Guillermo Ochoa ist für die mexikanische Nationalmannschaft enorm wichtig. Doch auch die Fans des AC Ajaccio wollen ihren Torwart nicht hergeben.

imago

Die Fans des AC Ajaccio haben es wahrlich nicht leicht. Der kleine Verein aus der korsischen Hauptstadt pendelt seit Jahrzehnten zwischen den Ligen, spielt selbst auf der Mittelmeerinsel meist nur die zweite Geige und als größter Erfolg der Vereinsgeschichte steht ein sechster Tabellenplatz 1970/71 zu Buche. Und während der größte Rivale auf Korsika, der SC Bastia, soeben den Durchmarsch in die französische Ligue 1 schaffte, musste der AC die erste Liga mal wieder verlassen.

Selbst eingefleischten Fans fällt es mittlerweile wohl schwer, noch zu sagen, zum wievielten Male eigentlich. Bescheidene vier Siege konnte »l'ACA« in der zurückliegenden Saison einfahren, dafür hagelte es rekordverdächtige 72 Gegentore und einen abgeschlagenen letzten Platz. Wenig Grund zur Freude also für die im Schnitt knapp 6000 Fans, die sich zu den Spielen ins Stade François-Coty verirrten, aber zumindest verließen sie es stets in dem angenehmen Wissen, auf einer wunderschönen, sonnigen Insel zu wohnen - der Insel der Schönheit, wie es heißt - mit unberührter Natur, paradiesischen Sandstränden und mildem Klima.

Aber natürlich sind bei Fußballfans die Prioritäten oft andere, ganz gleich, ob das Stadion nur 8000 Fans fasst oder man seit Vereinsgründung beharrlich durch die Bedeutungslosigkeit des französischen Fußballs irrt. Also ist natürlich nichts wichtiger, als dass der beste Spieler des Vereins dem Klub trotz Abstieg erhalten bleibt. Im aktuellen Falle ist dies Guillermo Ochoa, jener mexikanische Keeper, der just bei der WM in Brasilien mit spektakulären Paraden auf sich aufmerksam machte.

Die Mission Wiederaufstieg des »l'ACA« , ist ohne den lockenköpfigen Ballfänger in höchster Gefahr. Seinen Verbleib zu finanzieren, scheint jedoch utopisch. Weshalb ein Fan nun einen denkbar kreativen Ansatz wählte, um die fehlenden Mittel für das Gesamtpaket Ochoa doch noch aufzutreiben. Auf einer französischen Immobilienseite im Internet versteigert der Anhänger sein Haus, mitsamt Einrichtung. Sogar Frau und Kinder sind im eher nur halb ernst gemeinten Angebot mit inbegriffen .

»Für die gute Sache«, ist in der Anzeige zu lesen, gebe es 99 Quadratmeter Wohnfläche in der Innenstadt von Ajaccio. Lediglich 10 Millionen Euro sind dafür zu berappen, ein Betrag, der Ochoas Gehalt der nächsten drei Jahre darstellen soll und den zu bezahlen sicherlich leichter fällt, bedenkt man, dass es eben um eine gute Sache geht. Wir haben bereits zu sammeln begonnen, für ein gemeinsames Feriendomizil. Bisher reicht es aber noch nicht ganz.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!