Falko Götz über Hallenfußball

»Häßler war der Wahnsinn«

Am 2. Januar treffen sich in Berlin die »Legenden des deutschen Fußballs« zum Traditionsturnier in der Halle. Wir sprachen mit Falko Götz über Littbarski und Häßler, Bauchansätze und den Reiz der dritten Halbzeit. Falko Götz über Hallenfußball Falko Götz, am 2. Januar 2010 spielen Sie beim Hallen-Traditionsturnier in Berlin mit. Liegt Ihnen die Halle überhaupt?

Wie bitte? Aber selbstverständlich! 1993 habe ich mit 1. FC Köln sogar mal die Hallenmasters gewonnen. An die Halle habe ich also ganz hervorragende Erinnerungen.

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Was macht den Reiz von Hallenfußball für einen Profi aus?

Dass man technisch anspruchsvollen Fußball spielen kann, ganz ohne Blutgrätschen und die ganze Rennerei. Als Fußball-Ästhet hat man schöne Zeiten in der Halle. Zu meiner Zeit als Hertha-Trainer konnte ich solche Leute wie Marcelinho oder Gilberto auf den Kunstrasen schicken, das war ein Genuss denen zuzuschauen.

Sie werden in Berlin für Ihren alten Klub Bayer Leverkusen auflaufen, die Kollegen werden nicht mehr im allerbesten Zustand sein...

...was den Zuschauern egal sein wird. Die wollen Tore und Kunststückchen sehen, das werden wir alte Hasen durchaus zu bieten haben. Der Vorteil eines Traditionsturnieres ist ja auch, dass die Stimmung locker ist, das Spiel nicht so ernst genommen wird. Da wird eher mal der Fuß aus den Zweikämpfen raus genommen und eine Pirouette mehr gedreht. Auch wenn wir ein paar Kilos zu viel auf den Rippen haben, mit dem Bällchen umgehen können noch alle, die da mitkicken!

Leverkusen geht unter anderem mit den UEFA-Cup-Siegern Holger Fach und Knut Reinhardt an den Start. Vorne soll es Ulf Kirsten richten. Wird der »Schwatte« auch in der Halle seinem Ruf gerecht?

Der Mann ist ehemaliger Torschützenkönig, der macht überall seine Buden! Gerade in der Halle wird er viel häufiger die Möglichkeit zum Torabschluss haben. Und kaltschnäuzig vor dem Tor ist er allemal.

Sie treffen unter anderem auf Hertha BSC und den 1. FC Köln: Freuen Sie sich auf das Wiedersehen mit den alten Wegefährten?

Das ist eigentlich der größte Anreiz für mich bei dem Turnier mitzumachen: Die dritte Halbzeit mit den Kollegen. Da werden dann die alten Geschichten von früher ausgepackt, wo bekanntlich alles besser war. Und weil keiner mehr am nächsten Morgen auf den Trainingsplatz muss, kann auch gerne mal einer gehoben werden!

Haben Sie eigentlich einen Lieblingsspieler in der Halle?

Ich habe damals in Köln mit Pierre Littbarski und Thomas Häßler zusammen gespielt. Was die gezeigt haben, war absoluter Wahnsinn. Da hast du nur mit offenen Mund zugeguckt und wusstest immer noch nicht, was gerade passiert ist.

Falko Götz ist Teil des Traditionsturniers »Legenden des deutschen Fußballs« in der Max-Schmeling-Halle. Beim prominent besetzten Budenzauber des »Flexstrom-Cups« sind am 2. Januar 2010 die Altstars von Bayer Leverkusen, Werder Bremen, Hertha BSC, Union Berlin, Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln am Start. Alle Infos findet Ihr hier.

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