EM-Angeberwissen

Er will doch nur das Trikot

Wer denkt, dass er schon alles über die Europameisterschaft weiß, den lassen wir mal so richtig ins Leere laufen. Skandale, Kuriositäten, Statistiken - das 11FREUNDE-Angeberwissen kennt keine Gnade. Heute im Angebot: ein depressiver Italiener, ein dreister Ire, ein gekränkter Spanier und ein vielseitiger Kroate.

Kroatien vs. Spanien

Nationaltrainer Slaven Bilic ist das Multitalent unter Europas Trainern. Nicht nur, dass Bilic fließend Deutsch, Italienisch und Englisch spricht, er hat außerdem ein abgeschlossenes Jurastudium und ist Gitarrist der Rockband Rawbau. Mehr geht nicht.

Dass Oliver Kahn nach Niederlagen nicht unbedingt vor guter Laune sprüht, bekam auch Ilker Casillas nach dem Champions League-Duell zwischen Real und Bayern 2003 zu spüren. Die Königlichen hatten das Achtelfinale für sich entschieden und Macht der Gewohnheit wollte Casillas mit seinem Konkurrenten nach dem Abpfiff das Trikot tauschen. Der lehnte ab. »Er ist ein fantastischer Torwart, als Mensch hat er jedoch seine Schwächen, ärgerte sich der Spanier.« Doch Kahn sah seinen Fehler ein, schickte Casillas das Trikot per Post zu und lud ihn für einen Tag nach München ein. Ende gut, alles gut.

Italien vs. Irland

Der Fußball kann einem viel geben. Erfolge, Titel, Geld, Aufmerksamkeit, Dinge, mit denen es sich gut leben lässt. Die für sensible Menschen aber zur Belastung werden können. Gianlugi Buffon hat es am eigenen Leib gespürt. Vor acht Jahren erkrankte der viermalige Welttorhüter an Depressionen. »Die Leute haben sich nicht für meine Krankheit interessiert, niemand hat mich gefragt, wie es mir geht. Für sie bin ich ein unzerbrechliches Idol.«

Beim Hinspiel der Relegation zur Euro war Conor Cunningham in Estland so nah dran wie kein anderer irischer Fan. Er war am Stadion durch eine offene Tür geschlüpft, hatte eine Tasche mit estnischen Trainingsanzügen gesehen, zog ihn über Jeans und Irland-Trikot. »Dann wusste ich nicht, wohin.« Also setzte er sich einfach auf die Trainerbank und schaute sich das Spiel in den ersten zehn Minuten neben dem estnischen Coach an. Erst dann fiel er einem UEFA-Verantwortlichen auf und wurde auf die Tribüne verwiesen.

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