EM-Angeberwissen

Der russische van Bommel

Wer denkt, dass er schon alles über die Europameisterschaft weiß, den lassen wir mal so richtig ins Leere laufen. Skandale, Kuriositäten, Statistiken - das 11FREUNDE-Angeberwissen kennt keine Gnade. Heute im Angebot: Der russische Mark van Bommel, ein falscher Pole, ein sprachfauler Grieche und ein Tscheche mit Halbfinalphobie.

Polen vs. Griechenland

Eugen Polanski wurde im polnischen Sosnowiec geboren und wuchs im rheinischen Viersen auf. Noch 2009 wollte Polanski, damals Kapitän der deutschen U21, bei einem Spiel Deutschland-Polen der Löw-Elf die Daumen zu drücken. Heute sieht er das ein bisschen anders, Polanski trat beim 1:0 gegen Georgien am 10. August 2011 für die polnische Nationalelf an.

Griechenlands Torjäger Theofanis Gekas, inzwischen bei Samsunspor in der ersten türkischen Liga gelandet, schaffte es während seiner Zeit in Deutschland – und Gekas spielte immerhin sechs Jahre lang für den VfL Bochum, Bayer Leverkusen, Hertha BSC und Eintracht Frankfurt – seine Deutschkenntnisse auf einem Mindestmaß zu halten. Interviews mit dem torgefährlichen Stehgeiger waren denn auch Mangelware. Erklärung des Vollblutprofis: »Ich werde fürs Toreschießen bezahlt. Nicht fürs Reden.«

Russland vs. Tschechien

Igor Denisov gilt als »russischer Mark van Bommel«, weil er in einer Serie von Keilereien auf und abseits des Platzes verwickelt war. Mit Valery Karpin, dem Trainer von Spartak Moskau, lieferte er sich eine Schlägerei, die ihn 2008 den Platz im EM-Kader kostete. Auch mit seinem Fahrlehrer schwang er einst die Fäuste, dazu kam es öfters zu Auseinandersetzungen mit Mitspielern und Geschäftsstellen-Mitarbeitern. Nicht zu seinem Raubeinimage passt Denisovs Hobby: Er ist ein guter Schachspieler. Darüber möchte er jedoch genauso wenig reden wie über seine zwei südafrikanischen Pitbulls: Denisov gibt grundsätzlich keine Interviews.

Unvergessen das Bild des verheulten Pavel Nedved bei der Euro 2004. Nicht nur, dass Tschechiens bester Spieler im Halbfinale mit einer Knieverletzung früh ausgeschieden war: Ohne ihn verlor der Mitfavorit auf den Titel höchst unglücklich mit 0:1 gegen Ottos griechische Maurermeister. Erst ein Jahr zuvor hatte Nedved das Champions-League-Finale mit Juventus verpasst, weil er sich in der Vorschlussrunde eine Gelbsperre eingefangen hatte. Trauriger Kommentar des Tschechen: »Halbfinals liegen mir nicht.«

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