16.08.2013

Elf Fakten zum Start der Premier League

Pitbull trifft Chamäleon

Am kommenden Samstag startet die 115. englische Erstliga-Saison. Uns hält es kaum auf den Bürositzschalen. Deshalb haben wir unsere uferlose Vorfreude in elf sehr bis gar nicht wesentlichen Informationen kanalisiert.

Text:
Paul Hofmann
Bild:
Imago

1.
Der Blick in die staubige Liga-Historie ist eingangs ein obligatorischer. Und im Falle der ewigen Tabelle gar ein lehrreicher. Dass der FC Liverpool trotz derzeitiger Talsohle auf dem Platz an der Sonne thront, wussten wir ja gerade noch. Nicht aber, dass mit dem FC Everton der mediokre Stadtrivale folgt. Die 69 Punkte, die die »Toffees« von den »Reds« trennen, dürften in dieser Saison aber bedauerlicherweise auch mit viel Wohlwollen nicht aufzuholen sein.

2.
Der betagteste Klub der diesjährigen Premier League kommt aus Stoke-on-Trent und ist nach Notts County nebenbei auch der zweitälteste noch existierende Profi-Klub der Welt. Stoke City wurde 1863 von Schülern zur Freizeitbeschäftigung neben der Lehre gegründet und auf den Namen »Stoke Ramblers« getauft. Eine Wurzel, die verpflichtet: Zum ältesten Klub gehört ganz selbstverständlich auch das hölzerndste Spiel. Nachfragen gern an Robert Huth.

3.
In jedem Spiel sind nur drei Punkte zu vergeben, sagt man so landläufig. Aber die Spiele, in denen Leben und Tod verhandelt werden, gibt es auch in der Premier League zuhauf. Heraus sticht da der 1. September: Liverpool empfängt Manchester United, Arsenal trifft im London-Derby auf Tottenham. Schmatz! Drei Wochen darauf treffen sich United und City zum Manchester Derby und auch den 3. November gilt es einzukreisen: Cardiff und Swansea kämpfen um die Vorherrschaft in Wales.

4.
An die Top Four muss sich das geneigte Premier-League-Publikum aufgrund zahlreicher Trainerwechsel erstmal wieder gewöhnen: Manuel Pellegrini führt bei Manchester City die Abfolge der grauhaarigen Gentlemen fort, mit David Moyes übernimmt nach der epochalen Ferguson-Ära der nächste Schotte Manchester United, der FC Chelsea holte Narzisstenkönig José Mourinho zurück. Wenn drei sich verändern, triumphiert der Vierte? Darauf hofft zumindest der FC Arsenal, bei dem alles beim Alten geblieben und somit die Chance auf Meisterehren sprunghaft gestiegen scheint.

5.
Ricky van Wolfswinkel kam vor der Saison für kernige 10 Millionen Euro zu Norwich City. Das niederländische Sturmversprechen war in halb Europa gehandelt worden, der Zuschlag für Abstiegskandidat Norwich eine entsprechende Überraschung. Noch stehen die »Kanarienvögel« nicht im Verdacht, berückenden Fußball zu spielen, was van Wolfswinkels Angetrauter durchaus sauer aufstoßen könnte. Sie ist das »schöne Spiel« aus familiärer Tradition gewohnt. Ihr Name: Bianca Neeskens.

 
 
 
 
 
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