Ein Hund mit dem Namen »Taz« eröffnet am Samstag das Spiel SM Caen gegen Toulouse. Taz, ein Golden Retriever und ausgebildeter Behinderten-Führhund, wird den Anstoß ausführen. Er kennt 54 verschiedene Befehle, u.a. »Pfote nach vorne bewegen und Ball berühren«. Sein Trainer muss dafür nur den Daumen heben. Allerdings könnten der Lärm der 20.000 Zuschauer und die Pyrotechnik im Stadion ein Problem werden – Hunde reagieren extrem sensibel auf Lautstärke.
Bleibt die Frage: Warum das alles? Einerseits: Gute PR. Zum anderen soll auf die Wichtigkeit von Assistenzhunden für behinderte Menschen hingewiesen werden. Assistenzhunde können eine Hilfe im täglichen Leben sein. Sie können: Licht an- und ausknipsen, Waschmaschine ausräumen oder Türen öffnen und schließen. Leider aber keine Interviews geben. Daher haben wir unsere Metamaschine angeworfen und diese hat prompt folgende Geschichten zum Thema »Fußballer und Hunde« ausgespuckt:
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1.
Gar nicht nett war das, was Fortuna Kölns Oberboss »Schäng«Löring 1974 über seinen etwas klein geratenen Torjäger Wolfgang Glock sagte: »Er ist knapp einen Kopf größer als ein Dackel.« Immer noch besser als die warmen Worte, die Abe Simpson einst seinem Sohn mit auf den Weg gab: »Homer, du bist dumm wie ein Esel und zweimal so hässlich.«
2.
Eine ganz besondere Beziehung hatte Nationalverteidiger Berti Vogts, genannt: »der Terrier«, zu seinem schwarzen Spaniel »Whisky«. Den, so Vogts (»Frau und Kinder? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen!«) Mitte der Siebziger, nehme er sogar mit ins Bett. Was die »Hamburger Morgenpost« zu einer denkwürdigen Überschrift ermutigte: »Vogts: Hund im Bett«.
3.
Und noch so ein Hundefreund. Gegenüber dem »Hamburger Abendblatt« fasste Bundestrainer Helmut Schön die Liebe zu seinem Pudel »Dickie« in berauschenden Worten zusammen: »Mein Pudel ist von edler Abstammung, er hat einen großartigen Stammbaum, mehrfach preisgekrönte Vorfahren. Der ist eigentlich ein sehr netter Mensch, einer, der mich überhaupt nicht kritisiert.« Schleck.
4.
Ähnlich amourös schien ganz offensichtlich auch das Verhältnis zwischen DFB-Präsident Hermann Neuberger und seinem Hund »Axel« gewesen zu sein. Gegenüber »Bild«-Mann Franz-Josef Wagner schwärmte Neuberger während der WM 1978: »Mein Axel fühlt mich über Entfernungen hinweg. Meine Frau muss ihn regelrecht zurückhalten. Axel hat weiße Pfötchen und eine weiße Brust. So wie sich´s gehört.« Schleck Zwei.
5.
Beeindruckt von der Körperkraft seines Mitspielers Bum Kun Cha, raunte Eintracht-Frankfurt-Legende Bernd Hölzenbein einst den legendären Satz: »Hoffentlich kommt niemals ein Hund auf die Idee, Tscha Bum in die Wade zu beißen. Das Tier bräche sich sämtliche Zähne ab.«
6.
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(Anm.: An dieser Stelle wollten wir die Geschichte über den Hundebiss von Friedel Rausch aufschreiben. Wir sind dabei leider eingeschlafen. Wer sie tatsächlich noch einmal nachlesen will, klickt bitte hier, hier oder hier)
7.
Vor der Fußball-WM 2002 liefen Tierschützer Sturm, denn sie bekamen heraus, dass Hundefleisch in Korea als Delikatesse gilt. Selbst Sepp Blatter forderte die Regierung in Seoul auf, »sofortige Maßnahmen« gegen die Hundequälerei zu verabschieden. Er erhielt einen Brief vom Chef des koreanischen Fußballverbandes, Chung Mongjun. Dieser schrieb, dass sich Blatter gefälligst aus der koreanischen Kultur heraushalten sollte. »Dies«, so Chung, »ist eine Einmischung in die Essgewohnheiten einer souveränen Nation.«
8.
Mitte der neunziger Jahre wurde publik, dass der Präsident des italienischen Fußballverein Agliana ein dekadenter Millionär sei, der ein Leben in Saus und Braus führte. Es hieß, er residiere in einer Villa bei Pisa und fahre Geldscheine schmeissend im Cabrio durch die Straßen von Florenz. Sein Name: Gunter IV, ein Schäferhund. Wie es dazu kam? Eine Münchener Gräfin hatte Gunter IV. ihren Reichtum vererbt. Das Erbe knüpfte sie an zwei Bedingungen: Der Köter durfte das Geld nur für soziale Zwecke im Sport ausgeben, außerdem musste er Ehrenpräsident des besagten Vereins werden.
9.
Drei Zitate zum Thema:
»Ich war ein ehrgeiziger Hund.«
(Rolf Schafstall)
»Ich bin ein bunter Hund.«
(Rudi Gutendorf)
»Ich bin kein harter Hund.«
(Milan Sasic)
10.
Ein bis heute unbekannt gebliebener deutscher Spieler sagte einst dem englischen Klub Leicester City ab. Grund: Sein Hund hätte auf der Insel ein halbes Jahr in Quarantäne verbringen müssen. Der Spielerberater Peter Telek kommentierte, die Hundeliebe habe den Kicker »700.000 Mark pro Jahr gekostet«.
11.
Patrick Ochs vom VfL Wolfsburg besitzt mehrere Hunde. Woher seine Liebe zum Vierpfoter rührt, erklärte er einmal in einem Interview auf 11freunde.de: »Das ergibt sich, wenn die Hunde aus Spanien kommen und so niedlich sind. Außerdem hatten meine Eltern einen Pudel, der immer auf mich aufgepasst hat, wenn ich schlafen gegangen bin.«