»El Loco Fierro« – der bekannteste Fan Argentiniens

»Wenn du zum Spiel kommst, werden wir dich töten«

Er war der vielleicht bekannteste Fan des argentinischen Fußballs – und ganz sicher auch einer der berüchtigsten. Die Geschichte von Marcelo Amuchastegui, dem »Verrückten aus Eisen«.

Es gibt wohl kaum ein anderes Land auf der Welt, in dem die Liebe der Menschen zum Fußball so sehr an Wahnsinn grenzt wie in Argentinien. Wenn die Fans am Wochenende in die Stadien pilgern, singen sie Lieder von großen Schlachten, historischen Siegen und davon, ihrem Verein bis in den Tod treu zu bleiben. In La Plata singen sie an solchen Tagen auch das Lied von Marcelo Amuchastegui, von »El Loco Fierro«, dem »Verrückten aus Eisen« – einem Mann, der für die Liebe zu seinem Club tatsächlich bereit war, sein Leben zu lassen.

Bei jeder Schlägerei ganz vorne dabei

Mitte der achtziger Jahre sind die Ultras von »La 22« die gefürchtetsten im ganzen Land. Wo immer die Hardcore-Fans von Gimnasia y Esgrima La Plata auftauchen, sind Chaos und Prügeleien vorprogrammiert, ob nun mit Anhängern des gegnerischen Teams oder gleich mit der Polizei. Immer im Zentrum ist ein eher unauffälliger Mann von mittlerer Statur. Er führt »La 22« an, ist bei jedem Scharmützel an vorderster Front zu finden. Dieser Mann wird erfurchtsvoll der »Verrückte aus Eisen« genannt. Bis heute gilt Marcelo Amuchastegui als einer der bekanntesten Fans in der Geschichte des argentinischen Fußballs.

Die Führung seiner Ultras hat er sich im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft, als er dieses »Amt« von seinem Vorgänger José Luís »El Negro« Torres übernimmt. Kaum einer ist auf den Straßen von La Plata und darüber hinaus so gefürchtet wie »El Loco Fierro«. Bei einem Heimspiel seines Teams prügelt er im Alleingang die Anhänger von Vélez Sarsfield zurück in ihren Block, als diese versuchen, die Gimnasia-Tribüne zu stürmen. Als es einmal während einer Partie gegen den Lokalrivalen »Estudiantes« gilt, eine geraubte Flagge zurückzuerobern, geht Amuchastegui alleine in den gegnerischen Fanblock, niemand traut sich auch nur, ihn anzusprechen. Und wenn gegnerische Ultras anreisen, verabredet er sich höchstpersönlich mit deren Chefs zu einer förmlichen Schlägerei.

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