Eine Katze stürmt die Anfield Road: 10 Dinge über Tiere im Flutlicht

10 Pfund auf Mr. Eichhörnchen

Ein Adler sorgt für Höhenflüge. Mit seinem neuen Maskottchen spielt sich Lazio Rom derzeit in der Serie A an die Tabellenspitze. Dabei sind die Hauptstädter keinesfalls die ersten, die auf lebende Tiere im Stadion setzen. Unsere Top Ten! Eine Katze stürmt die Anfield Road: 10 Dinge über Tiere im Flutlicht

1. Heimspiel für die Nordische Eule

Die finnischen Fans waren nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien gleich doppelt guter Laune. Nicht nur der 2:0-Heimsieg, durch den die Finnen noch reelle Chancen auf die EM-Teilnahme haben, auch eine Nordische Rieseneule erhellte das Gemüt der kühlen Finnen. Mitten im Spiel kreuzte der Vogel im Stadion auf und zog seine Runden über dem Platz – bis er sich schließlich auf der Latte des Tores niederließ. Der Schiedsrichter unterbrach die Begegnung für drei Minuten, in denen das finnische Publikum nicht ihre Mannschaft, sondern das heimische Tier anfeuerte.

2. Flitzer in Highbury


Im letztjährigen Champions League-Halbfinale zwischen Arsenal London und FC Villareal in Highbury flitzte ein kleines Eichhörnen minutenlang über den Platz. Das arme in Panik geratene Tier wurde vom englischen Publikum dabei frenetisch angefeuert. Nach dem 1:0-Sieg der Londoner boten die englischen Buchmacher Wetten an, dass das Eichhörnchen das neue Maskotchen der Gunners wird (Quote: 1:10) und beim nächsten Heimspiel wieder auftaucht (1:25).

3. Katze auf Entenjagd

Am 15. Mai 1976 siegten die Bayern in einem müden Kick mit 4:0 gegen den VfL Bochum. Das Highlight des Spiels hatte jedoch nur wenig mit Fußball zu tun. Beim Spielstand von 1:0 für die Bayern (Torschütze Beckenbauer) pfeift der Schiedsrichter einen Elfmeter für die Münchener. Normalerweise schauen in einem solchen Fall alle gebannt auf die Ausführung, doch nicht so dieses Mal: Zeitzeugen nach sollen eine Vielzahl der Augenpaare auf die andere Seite des Platzes geblickt haben. Eine Ente – vermutlich aus einem See des Münchener Olympiapark – hatte sich ins Olympiastadion verirrt und am Münchener Strafraum niedergelassen. Während es also auf der einen Seite es zur Ausführung des Strafstoßes kam, ging auf der anderen Seite Sepp Maier, Kampfname: die Katze von Anzing, auf Entenjagd. Nach eigener Aussage fand Maier das Spiel „ein wenig langweilig“ und wollte so für etwas Unterhaltung sorgen. Nachdem er die Ente vorsichtig angelockt hatte, setzte zu einem gewaltigen Hechtsprung an, doch das bewegliche Ziel verfehlt er knapp. Nach einem zweiten vergeblichen Fangversuch des Keepers zog die Ente von dannen.


4. Hennes der CXXVIII.
Auch wenn das Kölner Maskottchen, der Geißbock »Hennes«, dem FC in den letzten Jahren nachweislich kein Fortune gebracht hat, so will der Klub einfach nicht mit der Tradition brechen und Hennes weiterhin bei den Heimspielen an Spielfeldrand belassen. Einige Fans sprechen jedoch schon vom Tatbestand der Tierquälerei, dass sich Hennes permanent die Grottenkicks des FC antun muss.


5. Olala, Amüsement.
Ein Franzose vertraute bei den WM-Spielen 2006 seiner Equipe Tricolor auf einen lebenden gallischen Hahn als Maskottchen. »Ich weiß nicht, wie er durch die Einlasskontrolle gekommen ist. Doch man sollte ihn als besonderes Amüsement betrachten«, sagte Horst R. Schmidt, Vizepräsident des Organisationskomitee, nachsichtig. Eigentlich war das Mitführen von Tieren in die Stadien verboten.


6. Hund beißt Mann
Im Ruhrpott steigt 1969 in der Kampfbahn »Rote Erde« das Derby zwischen dem BVB und Schalke 04. Als der Schalker Hansi Pirker in der 37. Minute die Führung für die Gäste erzielt, kochen die Emotionen der Knappen-Fans über, und einige von ihnen stürmen auf den Platz. Die überforderten Ordner lassen die Hunde von der Leine, doch diese attackieren nicht die königsblauen Fans, sondern malträtieren stattdessen die Schalker Spieler Friedel Rausch und Gerd Neuser. Ein Wachhund beißt Neuser in den Oberschenkel und ein anderer Rausch voll ins Gesäß. Nachdem wieder Ordnung eingekehrt ist, spielen die Schalker unter Protest und die beiden Opfer unter großen Schmerzen weiter. Das Spiel endet 1:1, doch weniger das Ergebnis als viel mehr dieser Zwischenfall beherrscht die Medien noch tagelang. Dortmund entschuldigt sich offiziell bei Rausch und Neuser, und lässt ihnen 500 Mark Schmerzensgeld sowie einen Blumenstrauß zukommen. Die 500 Mark sind schon lange ausgegeben und die Blumen längst verwelkt, doch eine sechs cm lange Narbe trägt Rausch noch heute am Allerwertesten. Seit diesem Zwischenfall müssen die Hunde im Stadion auf Anweisung des DFB übrigens Maulkörbe tragen.


7. »Ich spende eine Million Dollar –
wenn Schweine fliegen können.« (C. Montgomery Burns)
Die ohnehin hochbrisante Partie zwischen den Erzrivalen Real Madrid und dem FC Barcelona bekam eine zusätzliche scharfe Note, als der langjährige Barca-Spieler Luis Figo nach der EM 2000 für 58 Mio. zu Real Madrid wechselte und dann zum ersten Mal auf seinen alten Klub traf. Die Barca-Fans konnten ihm den Transfer zum verhassten Rivalen nicht verzeihen. Als Figo in der Begegnung eine Ecke in der Nähe des Barca-Fanblocks ausführte, wurde er nicht nur mit dem üblichen Gedöns wie Münzen und Feuerzeugen beworfen, ein wohl arg von Figo enttäuschter Fan warf gar einen Schweinekopf nach seinem früheren Idol. Das Spiel stand daraufhin kurz vor dem Abbruch, und am nächsten Tag war das Corpus Delikti auf der Titelseite fast jeder spanischen Zeitung zu sehen.

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