Ein linker Fußballklub in der sächsischen Provinz

Krieg der Sterne

Reisewarnung Ost! Immer häufiger fallen Auswärtsspiele des linken Fußballklubs Roter Stern Leipzig aus. Die gegnerischen Vereine in der sächschischen Provinz fürchten Übergriffe von Neonazis. Ein linker Fußballklub in der sächsischen ProvinzJulian Röder
Heft#115 06/2011
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So weit war es also gekommen! Thomas Knopf stand morgens in der Haustür und überlegte, welches Paar Schuhe sich am besten zur Flucht eignen würde. Seine Füße steckten noch in Badelatschen. Aber die waren weder zum Kämpfen noch zum Rumstehen in feindlichem Territorium geeignet. Wie war es nur so weit gekommen, dass er sich über so etwas Gedanken machen musste – und das an seinem Geburtstag? Auf dem Tisch stand der Rest vom Kuchen, die bunten Kerzen waren noch nicht heruntergebrannt, seine Tochter tobte durch den Garten. Heile Welt. Und er, der Trainer von Roter Stern Leipzig (RSL), musste nun wieder raus auf irgendeinen gottverdammten Fußballplatz in der sächsischen Provinz. Knopf stellte die Badelatschen neben die Tür und zog sich Laufschuhe an. Keine Kampfmontur, doch wenigstens die ideale Ausrüstung, um im richtigen Moment so schnell es geht um sein Leben zu rennen.

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Aber wie war es denn nun so weit gekommen? Seit der RSL vor zwei Jahren aus der Stadtliga Leipzig in die Bezirksklasse II aufstieg und nun regelmäßig ins Umland reisen muss, ist fast jede Auswärtspartie ein Risikospiel. In Oschatz wurde das Team von ansässigen Zuschauern mit Hitlergrüßen empfangen, in Dahlen fand sich Thomas Knopf auf einer Trainerbank wieder, um die ein Bauzaun gezogen war – er sollte ihn vor Übergriffen schützen. Und dann natürlich Brandis, der Anfang und das Ende von allem. Im Oktober 2009 hatten hier 50 Neonazis, bewaffnet mit Eisenstangen und Holzlatten, Mannschaft und Anhänger von Roter Stern Leipzig überfallen. Das war sogar bundesweit eine Nachricht.

»Die Nazischweine haben ein Angstszenario geschaffen«

Gebessert hat sich seitdem kaum etwas. Im Gegenteil: Es ist schlimmer geworden. Im April dieses Jahres wurden zwei Auswärtsspiele abgesagt. Die Vereine in Süptitz und Schildau sahen sich nicht in der Lage, die seit dem Überfall von Brandis geltenden Sicherheitsauflagen von Verband und Polizei zu erfüllen. Der Verband ruft vor jedem Auswärtsspiel eine Sicherheitskonferenz ein, an der die Staffelleiter und Vertreter beider Vereine teilnehmen. Die Polizei schickt dann oft eine Hundertschaft zum Schutz von Mannschaft und Anhang. Den Fans von Roter Stern wird zudem häufig untersagt, Transparente mit politischen Inhalten mitzubringen. Es sind bundesligareife Ausmaße für Spiele in der achten Liga. Alltag im sächsischen Amateurfußball. »Die Nazischweine haben ein Angstszenario geschaffen. Auf dem Dorf denkt man, wenn der Rote Stern kommt, knallt es«, fasst ein Mitglied des RSL den Status quo zusammen.

Es ist Donnerstagabend, und da findet das wöchentliche Plenum statt. Treffpunkt »Fischladen«, Klubheim und Herz des Vereins zugleich. Hier herrscht Kneipenatmosphäre. Die Fensterfront ist mit Styropor abgehangen, die Tür durch dicke Eisenstäbe geschützt, aus den Boxen knarzt Punkrock in den dunklen Raum. Über dem Eingang hängt ein Schal mit dem Motto: »Love Football – Hate Fascism«. In der Luft: Zigarettenqualm. Auf den durchgesessenen Ledersofas: Punks, Studenten, Hunde. Thomas Knopf ist auch da, als Vertreter der ersten Mannschaft. Man könnte meinen, Vereinsleben im etwas anderen Rahmen.

Der Vereinsvorsitz wird nur an Frauen vergeben

Doch bei Roter Stern will man von den klassischen Strukturen nichts wissen. Man versteht sich als kulturpolitisches Sportprojekt, das sich »im Spannungsfeld zwischen normalem Fußballverein und linksradikaler Politik« verortet. So zumindest wurde es einmal in den Anfangstagen formuliert. »Das wird uns heute immer wieder um die Ohren gehauen«, sagt Adam Bednarsky. »Dabei bedeutet ›radikal‹ lediglich eine Besinnung auf die Wurzeln der Bewegung.« Bednarsky ist Mitbegründer und Geschäftsführer von RSL. Seinen offiziellen Posten hat der studierte Politologe nur der Form halber, um den Standards eines eingetragenen Vereins zu genügen. Es ist nicht der einzige Unterschied zu normalen Fußballklubs. Seit dem ersten Tag wird der Vereinsvorsitz nur an Frauen vergeben – als symbolischer Protest gegen die konservative Männerwelt des Fußballs.

Auf dem Donnerstags-Plenum werden jede Woche alle Vereinsbelange in der Gruppe ausdiskutiert. Das Themenspektrum reicht vom billigsten Müllbeutelanbieter über die Auswahl einer politisch korrekten Druckerei für Plakate und Flyer bis zum Baufortgang des Sozialtraktes am Trainingsplatz für knapp eine Million Euro. Entschieden wird hier nur im Konsens. Wenn ein Anwesender gegen einen Antrag stimmt, wird er abgelehnt. Beginn der Veranstaltung: 18.30 Uhr. Ende: offen. Es gibt viel zu besprechen.

»Als ich das erste Mal hier war, wollte ich gleich wieder gehen«, sagt Knopf, der als Versicherungsmakler arbeitet und in seinem feinen Büro-Outfit hier tatsächlich leicht deplatziert wirkt. »Ich habe nicht verstanden, wie die mit ihren Grundsätzen erfolgreich Fußball spielen wollen: kein Leistungsprinzip, Selbstverwaltung, ohne jegliche Hierarchie. Und dann diese endlosen Diskussionen. Ich dachte, die wollen mich veräppeln.«

Kapitalistische Ausgeburt Fußball und linke Politik?

Der enorme Gesprächsbedarf liegt auch in der Entwicklung des Vereins begründet. Im Februar 1999 wurde er von ein paar Abiturienten und Studenten gegründet, die zwischen Joint und Bierflasche über das starre Amtsdeutsch der Verbände witzelten und in einem Berg von Anträgen, die eine Vereinsgründung erfordert, zu versinken drohten. Viele der Gründer spielten früher in Leipziger Jugendteams, waren Fans des FC Sachsen, etliche kannten sich bereits aus dem lokalen DIY-/Punk-Umfeld. »Wir wollten einen Klub für alle, die keinen Bock auf Sexismus, Diskriminierung und Intoleranz im Fußball haben – und die nicht mit Nazis spielen wollen«, sagt Bednarsky.

Anfangs reagierte die Szene in Leipzig-Connewitz irritiert. Die kapitalistische Ausgeburt Fußball und linke Politik: Wie sollte das zusammengehen? Doch die Skepsis wich mit den ersten Kulturveranstaltungen. Zudem wurde schnell deutlich, welche Außenwirkung der Klub erzielte, denn der Rote Stern wurde für die Szene zum reisenden Botschafter.

Connewitz, das Viertel im Süden der Stadt, ist selbst im SPD-regierten Leipzig exotisch. Linke und Grüne sammeln hier jeweils beständig über 20 Prozent der Wählerstimmen. Die angeranzten Kneipen und alternativen Wohnprojekte, diese ganze linke Kultur erinnert an das St. Pauli der frühen neunziger Jahre. Und überall prangt das Logo des Roten Sterns, auf Häuserwänden, Pullis, Mützen. »In anderen Leipziger Stadtteilen kannst du dafür allerdings schnell was auf die Nase kriegen«, weiß Bednarsky aus eigener Erfahrung. Connewitz ist das gallische Dorf, eine bunte Insel, in einer Region, wo Linkssein noch Gefahr bedeuten kann.

Hitlergruß in Oschatz, antisemitische Lieder in Mügeln

Jahrelang dümpelte der Verein in den untersten Ligen, mit Spielern, die vom Tresen auf das Spielfeld torkelten. Der Sport war vor allem Spaß, der Rote Stern ist nicht nur Fußballklub, sondern Familienersatz und Partycrew zugleich. Aber im Laufe der Jahre bildeten sich, trotz Absage an traditionelle Vereinsideen, schließlich doch Strukturen heraus. Es entstand eine Nachwuchsabteilung, Frauenmannschaften wurden gemeldet. Heute spielen 400 Jugendliche und Kinder unter dem Roten Stern. Der Verein organisiert überdies Lesungen, Konzerte und Diskussionsveranstaltungen.

Pünktlich zum zehnjährigen Vereinsjubiläum stieg die erste Mannschaft 2009 in die Bezirksklasse auf und siegte dort vom Start weg achtmal in Folge. Doch die Euphorie verflog schnell, denn anders als zu ruhigeren Stadtliga-Zeiten warteten in der sächsischen Provinz neben den sportlichen nun ganz andere Gegner. In der Kleinstadt Oschatz zeigten sie sich erstmals: Neonazis empfingen die Mannschaft mit dem Hitlergruß. Niemand griff ein. In Mügeln wurde ein Spiel abgebrochen, weil Zuschauer antisemitische Lieder sangen. Kleine Scharmützel, sagten die Verantwortlichen der Klubs, nicht der Rede wert. Im Oktober 2009 reiste der Rote Stern dann zum Auswärtsspiel beim FSV 1921 Brandis. Der braune Mob hetzte Mannschaft und Fans mit Eisenstangen über das Feld. Ein Leipziger Anhänger verlor infolge des Überfalls fast sein Augenlicht.

Nährboden für braunes Gedankengut

Ein Großteil der Angreifer lebt in Dörfern und Kleinstädten, in denen Rechtsextremismus längst Normalität ist. 20 der Schläger sind mittlerweile eindeutig als Einwohner von Brandis und der näheren Umgebung identifiziert, nur vier Täter sitzen derzeit ihre Haftstrafen ab. Die NPD ist hier in nahezu jedem Stadtrat vertreten, bei den Freien Kräften Muldental treffen sich regelmäßig landesweit bekannte Neonazis. Orte wie Brandis, Wurzen oder Taucha sind der perfekte Nährboden für braunes Gedankengut. Und rund um Leipzig gibt es sie zuhauf. Orte mit Industriebrachen, deren Anlagen auf ihren Einsturz warten, und mit Hauptstraßen, die am helllichten Tag leer gefegt sind. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, irgendwann kurz nach dem Mauerfall. Wer kann, geht weg. Zurückbleiben die Alten und die Jungen, die irgendwie vergessen wurden.

»Nicht der Rote Stern wurde überfallen, sondern wir«, erregt sich Gerd Große, Sprecher des FSV Brandis, auch noch knapp zwei Jahre nach dem Naziangriff auf die Gastmannschaft Roter Stern. Als der Vorfall landesweit durch die Medien ging und der Rote Stern kurze Zeit später vom DFB den Julius-Hirsch-Preis für sein gesellschaftspolitisches Engagement erhielt, war plötzlich wieder sichtbar, was jahrelang unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand: rechte Gewalt im Fußball. Und der FSV Brandis wurde als der Neonazi-Verein in Sachsen gebrandmarkt.

Brandis-Sprecher Gerd Große ist das personifizierte Feindbild

Zwischen Leber­wurstbrot, Platzdeckchen und Hauspantoffeln will Große mit diesem Vorurteil aufräumen. »Der Rote Stern hätte uns ins Boot holen sollen. Die Tür war offen. Stattdessen haben die uns öffentlich als Naziklub angeprangert«, schimpft er. Doch er spricht auch vom Duell »braun lackierter Faschisten« gegen »rot lackierte Faschisten«, das am 24. Oktober 2009 angeblich generalstabsmäßig von beiden Seiten arrangiert wurde. Das mag falsch sein, aber die Aufregung von Gerd Große lässt sich durchaus nachvollziehen. Seit jenem Tag ist er das personifizierte Feindbild
des Roten Sterns, und das führte zu klaren Grenzüberschreitungen: Eines Tages entdeckte der 64-Jährige ein Foto von sich im Internet – das Gesicht im Fadenkreuz. Seitdem ist die Tür zu.

Der Konflikt steht stellvertretend für den Zusammenprall extrem unterschiedlicher Lebensrealitäten. Die Amateurvereine sind mit der Organisation und der richtigen Einschätzung der Lage überfordert, wenn der Rote Stern kommt. Wo sich sonst an Spieltagen ein paar Rentner und Halbstarke auf den Dorfplatz verirren, begleiten bis zu 150 RSL-Anhänger ihre Mannschaft. Mit lautem Getöse, Bengalos und Transparenten reisen sie in die sächsische Provinz. Hinzu kommt die Furcht der Vereine, dass wieder ein brauner Mob aus dem Umkreis anreist. Und schließlich herrscht in vielen Klubs eine unangenehme Mischung aus Ignoranz, Wegschauen und schlichter Ahnungslosigkeit. Die alten Männer kennen die Nazi-Codes, Internetchats und die vieladrige Vernetzung der braunen Horde nicht.

»Die wissen doch nicht mal genau, was rechts ist«

Und wenn sie um die Gesinnung ihrer Mitglieder wissen, wird getrennt zwischen dem »guten Sportsmann«, der sich im Verein nie was zuschulden kommen ließ, und der politisch fragwürdigen Person dahinter. Es ist ein Scheinidyll. Zudem tun sie das Problem gerne als jugendliche Torheit ab. »Die wissen doch nicht mal genau, was rechts ist«, sagt Große. »Das sind Ungebildete, Dumme. Das ist eben Dorf. Hier geht‘s um Saufen und Prügeleien. Das ist nicht vergleichbar mit dem städtischen Leben.«

Tatsächlich sind die Rechten aber weit mehr als ein paar unartige Jungs. Sie nennen sich »Muldental Terrorcrew«, »Freefight Fellas« oder »Hardcore Brandis« und gehören zum Alltagsleben mancher Gemeinden. Große betont zwar, »dass die Ursachen dafür nicht im Sportverein zu suchen sind«, doch ganz so einfach ist es nicht: In Brandis betreute bis zum Jahr 2009 ein NPD-Kandidat die A-Jugend, im zehn Kilometer entfernten Wurzen stand lange ein NPD-Stadtratskandidat im Tor der ersten Mannschaft. Dort durften sich auch schon mal Teams wie Nationale Sozialisten FN-Muldental, Sturm Wurzen, Aktionsfront Geringswalde und andere »Interessierte und Kampfgefährten« zum nationalen Fußballwettstreit treffen. Die Beispiele zeigen, dass sich Fußball und Politik hier schon lange nicht mehr trennen lassen.

Um ihre Ruhe zu haben, würden viele Klubs am liebsten gar nicht mehr gegen Roter Stern antreten. »Hinter vorgehaltener Hand haben 90 Prozent der Vereine schon darum gebeten, die Roten Sterne auszuschließen. Aber das geht natürlich nicht«, sagt Eberhard Sowa, der als Staffelleiter zwei Jahre lang von Verbandsseite den Klassenkampf begleitet hat. Er wollte Roter Stern Leipzig nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse zum Schutz in eine Staffel abseits der großen Neonazi-Hochburgen versetzen. »Aber das wurde abgelehnt. Jetzt haben wir den Salat.«

Zu dieser verfahrenen Situation gehört auch ein stiller Boykott. Denn anstatt die Organisationskosten von mindestens tausend Euro für ein Risikospiel zu tragen und im Falle eines erneuten Übergriffs schlechte Presse zu riskieren, akzeptiert man andernorts lieber die 240 Euro Strafgebühr für einen Spielausfall und verzichtet dazu auf Einnahmen. Der Rote Stern steht deswegen in regelmäßigem Kontakt zu seinen Auswärtsgegnern, die Heimrechttausch anbieten und mit Sicherheitsbedenken argumentieren. So werden Spiele erst einmal bis auf unbestimmte Zeit verschoben. Wenn das so weitergehen sollte, kann sich Roter Stern Leipzig Auswärtsfahrten in Zukunft sparen, oder er muss es.

»Natürlich habe ich ans Aufhören gedacht, aber dann hat es mich bei der Ehre gepackt. Diesen Idioten will ich nicht klein beigeben. Außerdem wollen wir auch sportlich was erreichen«, sagt RSL-Trainer Thomas Knopf. Derzeit steht seine Mannschaft souverän auf dem ersten Platz der Bezirksklasse II, der Aufstieg ist fest eingeplant.

Das Plenum diskutiert im Hinblick auf die kommende Saison noch einmal die Absagen der vergangenen Wochen. »Wir sollten nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen«, fordert ein Mitglied. »Bevor wir die Vereine hinterfragen, sollten wir das Problem mit ihnen besprechen.« Das klingt so, als hätte der Klub auch eigene Fehler erkannt. Die Aufgabe des politischen Missionars im Feindesland kann er nicht alleine erfüllen, und schon gar nicht auf dem Fußballplatz.

»Orte wie Torgau oder Mügeln sind stramm rechts«

Ex-Staffelleiter Sowa, der im Februar von seinem Amt zurücktrat, macht sich allerdings Sorgen: »Nach dem Aufstieg wird es noch schlimmer werden. Orte wie Torgau oder Mügeln, in die Roter Stern Leipzig in der kommenden Saison reisen muss, sind stramm rechts. Da wird es wieder knallen.« Zudem wartet auf die Mannschaft dann auch noch Gefahr aus der eigenen Stadt: mit einem Derby gegen die zweite Mannschaft von Lokomotive Leipzig. Ein Teil des Lok-Anhangs hat nicht erst seit der Gründung der einschlägig bekannten Ultra-Gruppierung »Blue Caps« einen mehr als zweifelhaften Ruf. Im Februar 2006 etwa ging das Bild eines A-Jugendspiels in Leipzig durch die Presse. Zu sehen waren Lok-Anhänger, die in ihrem Block ein menschliches Hakenkreuz bildeten.

Dass gerade dieses Risikospiel, zumindest im eigenen Stadion, friedlich verlaufen könnte, zeigt den ganzen Irrsinn im Alltag der Roten Sterne. Einerseits kommen zu Heimspielen des Klubs bis zu 700 Zuschauer – eine Zahl, die rechte Unruhestifter von einer Stippvisite abhält. Andererseits hat der Verein keine eigene Sportanlage und ist im Sportpark Dölitz Untermieter von Einheit Leipzig Ost, dessen erste Mannschaft sich zu großen Teilen aus Mitgliedern der »Blue Caps« zusammensetzt. Das sorgt mitunter für Stress. »Doch diese Konstellation ist auch ein Vorteil«, sagt Bednarsky, lächelt und schaut auf ein Plakat, das neben der Umkleidekabine hängt und für eine »Freefight«-Veranstaltung wirbt. Darauf zu sehen ist ein Spieler von Einheit Leipzig Ost – die Schläfen kahl rasiert, die Fäuste geballt, die Arme dick wie Brückenpfeiler.

Den Platz von Roter Stern Leipzig wird er allerdings nicht kaputt machen. Es ist ja auch sein eigener.

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