»Ein Herz für Absteiger« – Die Teilnehmer stehen fest

Fettflecken, Schlamm und blutende Mauern

Mit der Aktion »Ein Herz für Absteiger« wollen wir zusammen mit den Machern von Fubalytics und spielverlagerung.de abstiegsbedrohten Amateurklubs aus dem Tabellenkeller helfen. Das sind unsere Teilnehmer.

Vor knapp einem Monat riefen wir Amateurklubs auf, sich für unsere Aktion »Ein Herz für Absteiger« zu bewerben. Zusammen mit den Jungs vom Online-Scouting-Tool Fubalytics und den Tatktikexperten von spielverlagerung.de vergeben wir Taktik-Stipendium fest, die abstiegsbedrohte Klubs aus dem Tabellenkeller retten sollen. Das Feedback war meisterlich, wir hatten in der Folge die schwierige Aufgabe, vier Teilnehmer auszuwählen. Und hier sind nun die Kandidaten:

SC Eilbek II: Zumindest der Webauftritt des Kreisligisten aus Hamburg hat bereits Bundesliganiveau. In der Liga kämpft die Truppe des Trainerduos Klaus Pablo Torgau und Dennis Houillon allerdings gegen ein besonderes Phänomen an. Während gegen die Topteams immerhin vier Siege eingefahren werden konnten, zeigen die Eilbeker ausgerechnet gegen die Tabellennachbarn Schwächen. Das Ergebnis: Mit 18 Punkten gucken die Nordlichter bedrohlich in Richtung Abstieg. Mit Hilfe der Aktion »Ein Herz für Absteiger« soll dieser verhindert und bei Eilbek goldenere Zeiten eingeläutet werden. Und der erste Meilenstein beim Projekt »Klassenerhalt« steht bereits vor der Tür. Am 3. März trifft Eilbek II  auf den Tabellennachbarn SV Barmbek II. Das Motto der Mannschaft macht die Marschrichtung deutlich: »Da muss die Fichte brennen: Abstiegskampf pur, Existenzkampf pur, das alles am 03.03. an der Fichtestraße.« Auf geht's.
www.sceilbek2.de

DJK Roland West: In der Kölner Kreisliga B (Staffel 2) weht offenbar ein rauer Wind. So übernahmen die Ex-Spieler Benjamin Bonn zusammen und sein Kumpel Benjamin Koch gegen Ende der Hinrunde aus Not ihre eigene Mannschaft als Trainer, mit nur elf Punkten war Roland West nämlich in die Abstiegszone gerutscht. Und wer bei seiner ersten Trainerstation direkt in den Abgrund blickt, dem ist unsere Hilfe sicher. Und sind wir ehrlich, wer seine eigene Sportanlage so schonungslos umschreibt wie Coach Bonn, der hat unser »Herz für Absteiger« sowieso im Sturm erobert. Hier ein Auszug: »Unsere komplette Anlage strahlt einen faszinierend morbiden Charme aus. Angefangen mit dem Vereinsheim, das mitten im Park steht und an das Horrorhaus aus »Blair Witch Projekt« erinnert, die Umkleidekabinen und Duschen im Keller atmen dabei eher den Spirit von Abu Ghraib. Ach ja, und unser Platz (schönste Schlamm-Asche) erfüllt soeben die Mindestanforderungen was Platzlänge und -breite betrifft.« Es kann also nur besser werden. Nachdem am vergangenen Wochenende alle Ligaspiele abgesagt wurden, startet die DJK an Sonntag bei Südwest I in die Rückrunde – wenn das Wetter mitspielt.
www.rolandwest.de

SC Peckeloh: Der SC Peckeloh liegt mitten im Städtedreieck der Traditionsvereine Preußen Münster, VfL Osnabrück und DSC Arminia Bielefeld. Mit 3.483 Einwohnern gehört der Ortsteil Peckeloh zur Stadt Versmold, die durch die fleischverarbeitende Industrie als »Fettfleck Westfalens« bekannt ist. In der Jugendarbeit leistet der Klub vorbildliche Arbeit, lediglich die Erste Herren, die als Aushängeschild des Klubs maßgeblich für den zukünftigen Weg des gesamten Vereins steht, bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Mit schmalen elf Punkten ist keine Luft mehr auf die Abstiegsränge. »Ein Herz für Absteiger« soll nun helfen, das Schlimmste zu vermeiden. Die Mannschaft startert am Wochenende in die Rückrunde, beim Auswärtsspiel gegen den SVA Bockum-Hövel sollen die ersten drei Punkte geholt werden.
www.sc-peckeloh.de

Tasmania Berlin: Allein aufgrund seiner historischen Bedeutung für das Thema »Abstieg« hat Tasmania Berlin bei uns einen Stein im Brett. Nun gut, der SV Tasmania ist zwar nur der Nachfolgeverein jener legendären SC Tasmania, der wiederum hielt aber jahrelang sämtliche Negativrekorde in der Bundesliga und wird seinen Namen als schlechtester Absteiger aller Zeiten wohl niemals so richtig abstreifen können. Auch in diesem Jahr sieht es für die Erste Mannschaft des Klubs alles andere als rosig aus: In der Berlin-Liga kämpft der Klub gegen den erneuten Sturz nach unten. »Ein Herz für Absteiger« gibt sein Bestes, um das mit zu verhindern. Tasmania startet voraussichtlich am 3. März gegen Hertha Zehlendorf in die Rückrunde.
www.tasmania-berlin.de

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