Ehemalige Bundesligakicker in der ersten DFB-Pokalrunde

Schön, euch mal wieder zu sehen!

Früher Profi, heute Amateur: Nach der großen Karriere suchen viele ehemalige Bundesligakicker als Spieler oder Trainer in Fußball-Niederungen ihr Glück. Für Abwechslung sorgt die erste DFB-Pokalrunde. Hier sind fünf Ex-Profis, die an diesem Wochenende eine Überraschung schaffen wollen.

Momo Diabang (VfB Lübeck)



Knapp zehn Jahre ist es her, da begeisterte der Senegalese an der Seite von König Artur Wichniarek im Trikot von Arminia Bielefeld. Diabang traf zehnmal, Wichniarek machte zwölf Buden. Auf wunderliche Weise schafften es die Bielfelder dennoch abzusteigen. Diabangs große Karriere war somit dahin. Zweistellig traf er später weder beim VfL Bochum, Kickers Offenbach noch bei Austria Wien in Österreich, und selbst beim VfB Lübeck waren es in der vergangenen Saison in 16 Spielen gerade einmal drei Tore. Trifft der 33-Jährige am Freitag gegen Eintracht Braunschweig, wäre das alle für einen Moment vergessen.


Sören Seidel (FC Oberneuland)



Der gebürtige Düsseldorfer machte sein erstes von insgesamt zwölf Bundesligaspielen 1997 für Werder Bremen, sein einziges Tor schoss er am 7. November 1999 beim 2:2 gegen Arminia Bielefeld. In der zweiten Liga kam er etwas besser zurecht, konnte sich jedoch auch nicht etablieren. So trudelte Seidels Karriere in den vergangenen Jahren eigentlich in Verbands- und Oberliga aus, ehe er im Mai 2012 mit dem FC Oberneuland in die Regionalliga aufstieg und sich außerdem für den DFB-Pokal qualifizierte.  Dort darf sich der Stürmer am Samstag noch einmal mit Borussia Dortmund messen – im zarten Alter von 39 Jahren.




Tom Geißler (FC Carl Zeiss Jena)



Der FSV Mainz 05 war im Jahr 2005 gerade über die Fairplay-Wertung in den UEFA-Cup eingezogen und benötigte noch einen aufstrebenden Mittelfeldspieler. Dafür holten die Rheinhessen Tom Geißler von Wacker Burghausen, der zwischen 2004 und 2005 in der zweiten Liga zu den stärksten Akteuren gezählt hatte. Der 21-Jährige kam in vier Europapokalspielen für die Mainzer zum Einsatz – viermal wurde er eingewechselt. In der Bundesliga das selbe Bild: 15 Einsätze, 15 Einwechselungen – Jürgen Klopp setzte auf andere Kicker. Geißler zog weiter und landete über Aue, Osnabrück, Koblenz und Leipzig beim Regionalligisten Jena. Nach Europa führt nun nur noch der DFB-Pokalsieg. Ein Triumph gegen Bayer Leverkusen am Sonntag wäre ein Anfang.


Michael Wittwer (FC Nöttingen, Trainer)



Der klassische Libero starb wohl in jenem Moment aus, als Michael Wittwer im Jahr 2001 beim Karlsruher SC seine Karriere beendete. Bis dahin hatte der Schnauzbartträger in zwölf Jahren 147 Spiele bestritten und dabei ein einziges Törchen in seiner Vita verbucht. Wittwer betreut seit 2010 den badischen Oberligisten FC Nöttingen, mit dem er am Sonntag Hannover 96 aus dem Wettbewerb kegeln will.



André Breitenreiter (TSV Havelse, Trainer)



In seinem Debüt Oliver Kahn zu überwinden, schafften nicht viele. André Breitenreiter war am 17. September 1994 gerade einmal 21 Jahre jung, als er mit dem Hamburger SV im Münchner Olympiastadion gastierte und den späteren Nationalmannschaftkapitän in der 16. Minute überlistete. Dass die Bayern noch zum 1:1 ausglichen, tat seiner Bekanntheit keinen Abbruch, der HSV versprach sich viel von seinem Juwel. Letztlich reichte es für Breitenreiter nicht zur großen Karriere, die 2010 beim TSV Havelse in Niedersachsen endete. Anschließend übernahm Breitenreiter den Regionalligisten und bereitet ihn derzeit auf das Duell am Sonntag mit dem 1. FC Nürnberg vor.

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