Drei Pariser Klubs starten den Angriff auf PSG

Two Clubs in Paris

Drei Vereine aus dem Großraum Paris wollen zur zweiten Fußball-Großmacht der französischen Hauptstadt fusionieren. 

imago

Bei Paris FC kennt man sich mit Vereinsfusionen aus. 1969 gegründet, schloss PFC sich ein Jahr später mit dem zweitklassigen Stade Saint-Germain zusammen, um als – Überraschung – Paris Saint-Germain Profifußball in die Hauptstadt zu bringen. 

Zwei Jahre später folgte die Spaltung: PFC verblieb in der ersten Liga und im Parc-des-Princes, während PSG mit den Amateuren des Klubs in der dritten neustartete. 

1974/75 kehrte sich die Hackordnung jedoch um, Paris FC stieg ab, PSG schaffte es in die erste Liga, übernahm den Prinzenpark und startete seinen Weg in die europäische Spitzenklasse. Seitdem hat sich nicht mehr viel verändert, außer dass PFC mal in der zweiten und mal in der fünften Liga rumkrebste.

Angriff auf Frankreichs Übermacht PSG

Doch Paris FC, der nach einem Jahr in der zweiten Liga diese Saison wieder drittklassig spielt, möchte immer noch ein Stück vom profitablen Kuchen namens Profifußball – und bläst laut dem Radiosender RTL zum Angriff auf Frankreichs fußballerische Übermacht PSG.

Dafür bemüht Klub-Präsident Pierre Ferracci ein bekanntes Werkzeug: Aus der Fusion mit zwei anderen Klubs soll ein neuer Hauptstadt-Gigant entstehen. Erstens: der traditionsreiche Sechstligist Racing Paris aus dem nördlichen Banlieue Colombes, einer der ältesten Fußballklubs Frankreichs und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts überaus erfolgreich. 

Ferraci bestätigte die Gespräche mit den Verantwortlichen von Racing in der französischen Fußballtalkshow 20H Foot: »Wir haben noch keine Einigung erzielt, befinden uns aber in Diskussionen über eine zukünftige Partnerschaft.«

Bereits an Bord: FCF Juvisy

Zweitens: der FCF Juvisy Essonne, Frauen-Erstligist und sechsmaliger Meister der Division 1 Féminine, momentan beheimatet in Juvisy-sur-Orge, im südlichen Großraum Paris. Auch Juvisy leidet als Amateurklub ohne gewinnbringende Männermannschaft unter der Vorherrschaft von PSG. Durch das neue Projekt möchte der FCF sich dementsprechend professionalisieren.

Der Klub bestätigte die Zusammenarbeit mit PFC bereits in einer Pressemitteilung der Präsidentin. Darin heißt es: »Wie sieht die Zukunft des FCF Juvisy Essonne aus? Hiermit bestätigen wir unsere Teilnahme am Projekt einer »Annäherung« zwischen unserem Klub und dem Paris FC, das ab der Saison 2017/18 beginnt.«

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