14.06.2013

Diese Amateurklubs wollen den DFB-Pokal aufmischen

Adel, Altstars, NSU

Am Samstag wird die erste Runde des DFB-Pokals ausgelost. Mit im Lostopf sind dieses Mal auch 21 Amateurteams, die sich teilweise spektakulär in ihren Landespokalendspielen durchsetzten. Wir stellen die größten Paradiesvögel vor.

Text:
Benjamin Kuhlhoff
Bild:
Imago

FC Nöttingen
Es ist nicht auszuschließen, dass das gesamte 2500-Seelen Dörfchen Nöttingen geschlossen zum Erstrundenmatch ins heimische Panoramastadion pilgern würde, allerdings will der Klub bei einem möglichen Hammerlos in das Karlsruher Wildparkstadion umziehen. Dieses Mal will sich der Oberligist noch beachtlicher aus der Affäre ziehen, als bei der Pokalpremiere im vergangenen Jahr, als man mit 1:6 in der ersten Runde gegen Hannover 96 verlor. Trainer in Nöttingen ist übrigens das ehemalige Karlsruher-SC-Schlachtross Michael Wittwer, der die Auslosung aber nicht live mitverfolgen wird, weil er zu diesem Zeitpunkt im Urlaubsflieger nach Mexiko sitzt. »Ich hoffe, dass der Pilot mich mit die Neuigkeiten versorgen kann«, sagte er eine Regionalzeitung. Bei der Frage nach dem Traumgegner blieb Wittwer hingegen offen: »Am liebsten wäre mir Bayern München, aber auch Dortmund, der FC Schalke 04 oder der VfB Stuttgart wären toll.« Neben dem Fußball und Tischtennis unterhält der SVN auch eine eigene Abteilung für die Sportart »Schnürles«, eine Art Fußballtennis. Süß!

FV Illertissen
Fun fact: Das Vöhlin-Stadion, Heimstätte des FV Illertissen, ist nach dem Patriziergeschlecht der Vöhlin benannt, welches über mehrere Jahrhunderte in und über Illertissen herrschte. Nach dem sensationellen dritten Platz in der abgelaufenen Regionalliga-Saison herrscht aber sowieso längst König Fußball. Auffällig: ein Viertel der 16.000-Einwohner Stadt heißt Au, Illertissen unterhält außerdem einen Städtepartnerschaft mit dem Ort Elbogen. Der Ausflug in den Landkreis Neu-Ulm könnte für den Erstrunden-Gegner also durchaus schmerzhaft werden. Noch so ein fun fact: Illertissen qualifizierte sich über eine Sonderregel für die erste Hauptrunde.  Der Regionalligist hat sich neben Landes-Pokalsieger TSV 1860 Rosenheim als bestplatzierter Amateurverein Bayerns qualifiziert.

SG Aumund-Vegesack
Den schönsten Namen der ersten Runde hat wohl ein Bremer Vertreter, die SG Aumund-Vegesack. Die gesamte Mannschaft bereitet sich derzeit bei der Mannschaftsfahrt auf Mallorca auf die anstehende Auslosung vor. Doch wer immer auch in der ersten Runde kommen mag, einen Pokal haben die Nordlichter bereits sicher: Trainer Kristian Arambasic wurde jüngst vom DFB unter die besten Jugendfußballtrainer 2013 gewählt. Glückwunsch!

TSG Neustrelitz
Bei der TSG Neustrelitz läuft es derzeit einfach rund. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga 2012 konnte sich der Traditionsklubs gleich auf Platz acht festsetzen, zudem konnte man Hansa Rostock im Finale des Landespokals überraschend deutlich mit 3:0 abfertigen. Das Finale musste leider unterbrochen werden, weil ein paar Hansa-Idioten ihre eigenen Spieler auf dem Platz attackierten. Bereits 2007 und 2008 stand die TSG in der ersten Pokalrunde, schied aber jeweils knapp mit 0:2 gegen den Karlsruher SC (2007) und 1860 München (2008) aus.

SV SCHOTT Jena
Der SV SCHOTT Jena wurde im Jahr 1896 von Arbeitern und dem Firmengründer Otto Schott der Firma Jenaer Glaswerk Schott & Genossen als Turnverein der Glashütte Jena gegründet und ist damit wohl einer der ältesten Werksklubs der Republik. Seit 1946 hatte der Klub nun auch bereits zehn verschiedene Namen – ein Umstand, den sonst nur Kinder von Bundesliga-Profis für sich beanspruchen können. Der Klub nimmt erstmals am DFB-Pokal teil, Doch so richtig freuen kann sich darüber derzeit niemand: Das Hochwasser beschädigte unter anderem auch das heimische Sportzentrum an der Oberaue.

 
 
 
 
 
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