30.05.2013

Die zehn merkwürdigsten Pokalendspiele

Der Pokal hat gar keine Gesetze

Der FC Bayern München visiert das Triple an, doch der VfB Stuttgart ist immer für eine Überraschung gut. Das DFB-Pokalfinale verspricht also Spannung. Wer nicht warten will:  Die zehn merkwürdigsten Pokalendspiele aller Zeiten!

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2010: Ajax Amsterdam – Feyenoord Rotterdam
15.000 entfesselte Ajax-Fans im De Kuip? Für die Polizei der blanke Horror. Folglich wird das KNVB-Finale nicht wie üblich in Rotterdam, sondern in Hin- und Rückspiel ohne gegnerische Fans ausgespielt. Ajax gewinnt 2:0 und 4:1, Feyenoords Fans dürfen aus Angst vor antisemitischen Entgleisungen nicht singen. Taubstummen-Dolmetscher überwachen das Verbot.

1976: Hamburger SV – Kaiserslautern
Es ist das heißeste Finale der DFB-Geschichte. Stolze 56 Grad werden beim 2:0-Sieg des HSV auf der Tartanbahn im Frankfurter Waldstadion gemessen. Doch den Siegern steckt auch eine eigenwillige Art der Vorbereitung in den Beinen. In der Nacht vor dem Finale hockten Team und Trainer vor dem Fernseher, keiner wollte sich den Kampf von Boxweltmeister Muhammad Ali entgehen lassen. Dabei trat der nur zu einem bedeutungslosen Schaukampf gegen den japanischen Wrestler Antonio Inoki an.

2009: Olympiakos Piräus – AEK Athen
Jeder darf mal im griechischen Pokalfinale: 3:3 steht es nach 90 Minuten, 4:4 nach der Verlängerung. Olympiakos, das nach acht Minuten schon 0:2 hinten gelegen hat, spielt am Ende nur noch zu neunt. Im Elfmeterschießen geht es dann richtig zu Sache: 34 Schützen sind nötig, bis Piräus’15:14-Sieg feststeht.

1996: Yelimai Semipalatinsk – Munaishi Aktau
2:1 siegt Yelimai im kasachischen Finale, doch aus Protest gegen den anrüchigen Verbands­präsidenten Kuralbek Ordabaev weigert sich das Team, den Pokal aus dessen Händen entgegen zu nehmen. Weil auch der Gegner nicht einspringen mag, wird später ein Finale zwischen den unterlegenen Halbfinalisten ausgespielt. Überraschender Pokalsieger ’96: Kayrat Almaty.

1940: Rapid Bukarest – Venus Bukarest

Der Anpfiff zum rumänischen Pokalfinale 1940 ertönt am 30. April, abgepfiffen wird am 8. November. Weil es nämlich noch kein Elfmeterschießen gibt, sind insgesamt vier Spiele nötig, bis Rapid als Sieger feststeht. Die Partien im Einzelnen: 2:2, 4:4, 2:2, 2:1.

 
 
 
 
 
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