6. Der Spinner mit dem Golfschläger 2007 spielte der FC Liverpool im Achtelfinale gegen den FC Barcelona. Am Abend vor dem Spiel sollte eigentlich eine lauschige Karaokeparty steigen. Doch das gemütliche Beisammensein eskalierte. Craig Bellamy und John Arne Riise zofften sich heftig. Das Ganze ging sogar so weit, dass Bellamy Riise androhte, ihn mit einem Golfschläger zu vermöbeln und anschließend tatsächlich das Eisen schwang. Badboy Bellamy fing sich dafür eine 80.000-Pfund-Strafe ein. Doch damit nicht genug: Beim Spiel am nächsten Tag erzielte er das entscheidende Tor zum 2:1-Auswärtssieg der Reds und feierte sein Tor mit einem angedeutetem Golfschlag. Die englische Presse bezeichnete Bellamy daraufhin gewohnt zurückhaltend als »den Spinner mit dem Golfschläger«.
7. Schiri am Boden Für einen mittleren Skandal sorgte Ian Wright, damals in Diensten von West Ham United. Als Wright das 1:0 gegen Southhampton schoss, ließ er sich von seinem Mannschaftskollegen Neil Ruddock beim Torjubel leicht gegen die Brust schubsen und sank theatralisch zu Boden. Eine Anspielung auf Wrights Mitspieler Paolo Di Canio, der eine Woche zuvor die rote Karte gesehen und anschließend Schiedsrichter Paul Alcock angerempelt hatte, was den wiederum zu einer astreinen Schwalbe provoziert hatte. Schöne Grüße von Ian Wright!
8. Am Anfang war die Wiege Die Baby-Wiege ist ein beliebter Jubel unter werdenden Vätern, doch eingeführt hat ihn niemand Geringeres als der ehemalige brasilianische Superstar Bebeto. Er schaukelte das Kind bereits symbolträchtig bei der WM 1994 in den USA. Kurz bevor Bebeto mit Brasilien ins Viertelfinale gegen die Niederlande einzog, war der damals 30-Jährige zum dritten Mal Vater geworden. Als der Brasilianer im Spiel gegen Holland zum zwischenzeitlichen 2:0 einnetzte, jubelte er in der heute so populären Babywiege-Manier. Wir meinen: Oft kopiert, doch nie erreicht.
9. Der König feiert Vollkommen zurecht zum »besten Jubel aller Zeiten« in der Premier-League-Geschichte wurde einst Eric Cantonas »Wer hat hier die dicksten Eier?«-Pose gekürt. Acht Monate hatte der »King« nach seinem legendären Kung-Fu-Tritt zwangspausieren müssen, gegen den FC Sunderland stand Cantona am 21. Dezember 1996 endlich wieder auf dem Platz. Sein Lupfer in der 43. Minute brachte das Volk zum Kochen und Cantona selbst in Pose: Mit aufgestelltem Kragen, jahrelang DER Modegag für alle halbwegs motivierten Dorfplatz-Spielmacher, schwenkte die United-Legende den Blick ins Rund. Gänsehaut!
10. Telefonscherze am Pfosten
Das jüngste Beispiel unorthodoxer Jubelarien kommt aus Griechenland. Im Pokal traf Verias Carlo Costly und ließ einen Telefonscherz der besseren Sorte folgen. Costly zog sich den Fußballschuh aus und benutzte diesen als imaginäres Handy. Wer die Liste der bisherigen Torjubel-Skurrilitäten so betrachtet, dem schwant Böses: Costlys Jubel wird in jedem Fall Nachahmer finden.